Kinder-Husarenuniform von Carl Hermann Merck (1884-1961) (Inventarnummer: 1953,79 a+b)

Objekt: Jacke und Hose einer Kinder-Husarenuniform
Maße:
Jacke (vordere Länge): 46 cm
Hose (seitliche Länge): 57 cm
Datierung: laut Inventarvermerk getragen um 1885 (den Maßen nach eher um 1888) vom späteren Senatsdirektor Carl Hermann Merck (1884-1961).
Seine Eltern waren der Syndikus Carl Hermann Jasper Merck (1843-1891) und Magdalena Merck, geb. Meyer (*1857), die wiederum eine Tochter des bekannten Hamburger Kaufmanns und Kunstsammlers Arnold Otto Meyer (1825-1913) war. Er war später mit Ellen Mutzenbecher (1891-1968) verheiratet.
1953-79a_001_VZedit_kEine Publikation aus den 1960er Jahren gibt Auskunft über die Bibliothek, die er als Erwachsener besaß (“Die Bibliothek Carl Merck. Das Bild eines hamburgischen Büchersammlers”), und sein älterer Bruder Heinrich Johann Merck (1877-1958) hat mehrere Erinnerungen über die Familie veröffentlicht (“Vom gewesenen Hamburg”, “Begegnungen und Begebnisse”).

Die mittelblaue Uniformjacke (1953,79 a) und die dunkelblaue Uniformhose (1953,79 b) 1953-79b_002_VZ_edit_ksind aus gewalktem Wolltuch gearbeitet. Die Jacke ist im Stil einer Husarenuniform genäht. Charakteristisch sind besonders die doppelreihig angebrachten, weißen Tressenverschlüsse, die quer über die Brust verlaufen.

Die Kleidung könnte den Maßen nach von einem etwa vierjährigen Jungen getragen worden sein, also vermutlich um 1888.

Die Jacke ist im Ganzen gesehen in einem guten Erhaltungszustand und weist nur geringe Schäden auf:

- zwei kleine Mottenlöcher im Vorderteil
- zwei beschädigte Tressenverschlüsse, bei denen sich die Wicklung gelöst hat
- starke Abriebstellen im Baumwollsatinfutter, bei denen die braune Kette sichtbar wird
Die Hose ist in sehr gutem Zustand, wenn auch wie die Jacke leicht angeschmutzt.
- die Bindebänder der Kniebundhose sind stark verdrückt

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Bisher sind nur die zur Uniform gehörenden Kinderhandschuhe im Museum ausgestellt. Künftig soll jedoch die vollständige Uniform präsentiert werden. Dafür sind einige Maßnahmen notwendig.

Notwendige Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen:

Trockenreinigung von Jacke und Hose der Kinderuniform mit einem Museumsstaubsauger mit geringer, kontrollierter Saugkraft. Abrieb der Tuch- wie der Futterseite mit einem Ethanol/Wasser Gemisch 1:1.
Jacke: – Schließen der Mottenlöcher (Intarsieren) mit einem Wolltuch, das in der Qualität dem Original entspricht und farblich angeglichen wird.
Hose: – Glätten der Kniebänder

Kalkulation: 380 €

Spitzenüberwurf vom Brautkleid der Emilie Amsinck, geb. Gossler (1799-1875) (Inv.-Nr.: 1929,350)

Objekt: Spitzenüberwurf eines Brautkleides aus seidenem Bobinet-Tüll mit 1929-350_001_VZ_1edit_kcremefarbener Maschinenspitze
Maße: Ganze Länge: 143 cm
Taillenweite: 62 cm
Datierung: getragen zur Hochzeit 1818 mit Johannes Amsinck
Emilie Gossler (1799-1875) war eine Tochter des Hamburger Kaufmanns, Bankiers und Senators Johann Heinrich Gossler (1775-1842) und seiner Ehefrau Marianne, geb. Schramm (1777-1824).
1818 heiratete sie Johannes Amsinck (1792-1879), einen Sohn des Hamburger Bürgermeisters Wilhelm Amsinck (1752-1831). Zu diesem Anlass trug sie den im Museum erhaltenen Tüllüberwurf.
1837 übernahm Johannes das von seinem Großvater mütterlicherseits, Johannes Schuback (1732-1817), gegründete und bis heute existierende Hamburger Handelshauses „Johannes Schuback & Söhne“. Zusammen bekamen sie elf Kinder, darunter die Hamburger Kaufleute Wilhelm (1821-1909) und Heinrich Amsinck (1824-1883), der Schiffsbauer und Reeder Martin Garlieb Amsinck (1831-1905) sowie die in New York erfolgreichen Kaufleute Ludwig Erdwin (1826-1897) und Gustav Amsinck (1837-1909). Die fünf Töchter heirateten in die bekannten Hamburger Familien Lattmann, Merck, Siemsen, Ruperti und Sieveking ein.1929-350_006edit_oFK2_k

Der Spitzenüberwurf ist aus seidenem Bobinet-Tüll mit einem floralen Muster aus 1929-350_007_VZedit_kMaschinenspitze gearbeitet und mit einem Taillenband aus cremefarbenem Satin versehen. Die höhergesetzte Taille folgt der Mode des frühen Biedermeiers, ebenso die kurzen Puffärmel. Verschlossen wird das Kleidungsstück in der hinteren Mitte mit Haken und Ösen.
Das Objekt zeigt viele, gravierende Schadstellen. Der feine Tüllgrund ist partieweise gerissen und weist an mehreren Stellen teilweise große Fehlstellen auf:

- unter beiden Ärmeln
- auf den Schultern
- im Mittelbereich des Rock-Vorderteils
- der Schlitz in der hinteren Mitte ist ca. 15 cm weiter eingerissen

Der Tüllüberwurf schlummert bisher im Depot des Museums, soll aber in der künftigen Dauerausstellung präsentiert werden. Dafür müssen aufgrund des schlechten Zustandes vorab einige Maßnahmen durchgeführt werden.

Notwendige Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen:

Das Objekt soll mit Hilfe eines Museumsstaubsaugers mit geringer Saugkraft vom aufliegenden Staub gereinigt werden. Von einer wässrigen Reinigung ist aufgrund der fragilen Beschaffenheit des Tüllgrundes abzusehen.

Die Fehlstellen werden mit einem Seidentüll geschlossen, der im Farbton des Originals eingefärbt werden muss. Alle Fehlstellen und kleinen Löcher werden mit dem neuen Seidentüll unterlegt und wenn  möglich entlang der Formen der floralen Spitzenmotive mit Überwendlichstich auf die Tüllunterlegung aufgenäht. So wird zum einen das ursprüngliche Erscheinungsbild wieder hergestellt, zum anderen werden die Fehlstellen gesichert und vor weiteren Schäden geschützt.

Geschätzte Kosten: 720 €

PKW, anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg ausgebrannt (Inv.-Nr.: Z 2017-58)

Objekt: Kastenwagen, Mercedes Citan, tintenblau
Baujahr: 2016
Maße (HxLxB): 186 cm  x 400 cm  x 190 cm
Material: Stahl, Kunststoff, Gummi, Elektronikbauteile

PKW

Der an der Elbchaussee geparkte Lieferwagen wurde während des G20-Gipfels am 7./8. Juli 2017 während der ausufernden Krawalle angezündet und brannte vollständig aus.

Der PKW wurde vom Museum für Hamburgische Geschichte im August 2017 erworben und soll in der zukünftigen neuen Dauerausstellung zum 20./21. Jahrhundert ab Ende 2026 gezeigt werden.

Die Kosten werden sich auf ca. 10.000,- Euro für die Brandsanierung belaufen, dazu kommt noch der Spezialtransport des Fahrzeugs und die Überprüfung der Statik die ggf. vom Museum übernommen werden müssen.

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.

Schwarze Hahnenfeder aus dem Helmbusch von Fürst Gebhard Leberecht von Blücher, befestigt an seinem Porträt (Inv.-Nr. 2020-5)

Schwarze Hahnenfeder aus dem Helmbusch von Fürst Gebhard Leberecht von Blücher, befestigt an seinem Porträt

Gerahmte, kolorierte Grafik des 19. Jh.
Z2019-122_001

Dieses skurrile Objekt, dass wohl zuletzt in einer Toilette als Dekoration hing, fand vor kurzem Eingang in die Sammlung des Museums.

Auf der Rückseite befindet sich ein Text von 1846 dazu:

„Anliegende Feder ist aus dem Helmbusch Blüchers welchen Z2019-122_006er bey seiner Anwesenheit in Hamburg (im Jahre 1817. September?) das Bürger Militair auf dem Heil[igen]. Geist Felde versammelt von ihm inspicirt wurde, den, im Zelte zum fröhlichen Frühstücke versammelten Herren und Damen Preiß gab um die Federn daraus unter sich zu vertheilen. Er erklärte dabey: „Diesen Helmbusch habe er an einem heißen Schlacht-Lager gegen die Franzosen im Jahre 1815 getragen.“
Auch ich, der als Auditeur des Bürger-Militairs im Zelte Z2019-122_007gegenwärtig war, riß eine Feder an mich.
Obiges bezeuge ich hiermit an Eydes statt.
Hamburg am 27ten März 1846.
Theodor Hasche, der Rechte Doctor
Auditeur des Hamburgischen Bürger-Milita[irs]“

Alle Objektbestandteile sind verschmutzt, die Rahmenversiegelung löst sich. Das Glas ist gesprungen.
Rückseitig sind erklärende Texte montiert. Das Papier dieser Blätter ist säurehaltig, teilweise brüchig und weist Risse auf. Das Papier des Portraits ist leich verbräunt, weist Stockflecken auf und ist deutlich verschmutzt. Die Farben der Kolorierung sind ausgeblichen. Das Passepartout ist verschmutzt/staubig.

Notwendige Konservierungs-Maßnahmen:

Ausrahmen unter schonender Abnahme der Versiegelung und der montierten Schriftstücke; Ausglasen und Abnahme des Etiketts.  Reinigung von Portrait, Passepartou und Feder. Hinterlegen des Porträts mit säurefreiem Museumskarton, Schließen der Risse in den rückseitig angebrachten Schriftstücken. Neueinrahmung mit einer säurefreien, alterungsbeständigen Rückwand. Neuverglasung – entspiegeltes Museumsglas. Wiederherstellen der Versiegelung, möglichst unter Verwendung der originalen Materialien. Anfertigung einer Tasche zur Aufbewahrung der rückseitigen Schriftstücke. Schriftliche und fotografische Dokumentation der Maßnahmen (analog und digital).

Geschätzte Kosten:  € 600,-

Wir danken Dr. Tim Stoffregen für die Übernahme der Restaurierungs-Patenschaft.

Tattoo-Vorlagealbum Christian Warlich, um 1934 Inv.Nr. 1965,7

Buch mit Zeichnungen: Tusche, koloriert mit Wasserfarben auf (gewachstem) Papier

Das Buch diente dem Tätowierer Christian Warlich (1891-1964) als Vorlage im Kundengespräch um ein gewünschtes Tattoomotiv auszuwählen. Warlich war von 1919 – 1964 u.a. als Gastwirt und Tätowierer auf St. Pauli tätig.

(2016_09_17) 2013-3873_01

Seine Tattoomotive werden bis heute gestochen. Sie wurden zum Referenzwerk für westliche traditionelle Tattoos und dienen  vielen Künstlern und Tätowierern als Inspiration. Christian Warlich wurde durch wissenschaftliche Publikationen und Medienberichte bereits zu seinen Lebzeiten weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt. Sein Vorlagealbum wurde zum wohl bekanntesten Dokument der deutschen Tattoogeschichte des 20. Jh.

(2016_09_17) 2013-3873_12Das Buch weist zahlreiche Gebrauchsspuren durch intensive Nutzung auf. 2019 wurde ein Faksimile nach dem von Warlich überlieferten Zustand hergestellt. In dieser Form befindet sich das Vorlagealbum auch in der bis Ende Mai 2020 laufenden Sonderausstellung.

Im Anschluss an die Ausstellung sollen konservatorische Maßnahmen erfolgen um das (2016_09_17) 2013-3873_09Buch zu erhalten, ohne seinen Charakter zu verändern. Vorgesehen ist eine Reinigung der besonders stark verschmutzten Papieroberflächen und eine Abnahme der Tesafilmstreifen und der dunklen Klebstoffspuren die durch sie verursacht wurden. Das Gewebeband, mit dem ältere Reparaturen durchgeführt wurden, soll erhalten bleiben. Zur Aufbewahrung wird eine Schutzverpackung angefertigt.

Kostenschätzung:    € 1.800,-

Hamburger Bilderuhr (Inv.-Nr.: 2010-1388).

Hamburger Bilderuhr
Biedermeierliches Uhrenbild mit Komplikationen, darstellend eine Kaffeegesellschaft an der Außenalster mit Blick über die Lombardsbrücke auf die Innenstadt Hamburgs.Spieluhr-Gemälde Unbekannter Künstler, um 1828
Ölmalerei auf Eisenblech, Uhrwerke und Mechanik im Holzkasten

Gemälde, Uhr, Bewegungs- und Musikautomat – das alles ist dieses ungewöhnliche Objekt, das bis 2009 im Museumsdepot schlummerte. Mit Hilfe einer Restaurierungs-patenschaft konnte nicht nur das Gemälde restauriert werden, sondern auch Uhrwerk und Spieluhr von dem Uhrmachermeister Helmut Tüxen und seinem Sohn Dario Barcalay wieder zum Laufen gebracht werden.Spieluhr-Gemälde

Die Darstellung einer familiären Szene vor der Alster mit Blick auf die Stadt wirkt zunächst wie ein schönes Biedermeierbild. Mit Auslösung einer komplexen Mechanik gerät das Bild allerdings in Bewegung und fängt an zu klingen: Uhrenbild Drei Uhrwerke bewegen Uhren, Kinder beim Ballspielen oder einen Angler, Fuhrwerke auf der Lombardsbrücke und Boote auf der Außenalster. Verschiedene  Melodien  werden nacheinander zum Klingen gebracht.
Im internationalen Vergleich ist dieses Objekt einmalig und dadurch für unsere Sammlung so bedeutsam. Mit Hilfe von großzügigen Spenden und dem außerordentlichem Spieluhr-GemäldeEngagement Helmut Tüxens ist es gelungen, nach der Restaurierung des Gemäldes 2012 auch die Mechanik wieder gangbar und damit das Werk als Ganzes wieder erlebbar zu machen.
Die Bilderuhr wird alle 1-3 Monate von Dario Barcalay zu ausgewählten Terminen den Museumsbesuchern vorgeführt. Allerdings benötigt die sensible Mechanik eine ständige Betreuung, die einem jährlichen Aufwand  von ca. 200,- Euro bedeutet. Wir freuen uns über jede Spende, die zum Erhalt der Hamburger Bilderuhr und ihrem nicht selbstverständlichen Betrieb beiträgt.

Erste Teilpatenschaften für dieses Objekt wurde übernommen von:

einem anonymen Spender (i. H. von € 50,-)

Anleitung zum Zeichnen von Johann Daniel Preißler, 1728-1731 (Inv.Nr. 2019,323)

„Die durch Theorie erfundene Practic oder gründlich-verfasste Reguln, derer man sich als einer Anleitung zu berühmter Künstlere Zeichen-Wercken bestens bedienen kann“   Teil 1-3. / herausgegeben von Joh. Daniel Preißler

Erstmals wurde dieses Lehrwerk für den 2019-323 Zustand 2Zeichenunterricht von Preißler 1721-1725 herausgegeben und verlegt. Es handelt sich bei dem vorliegenden Werk also bereits um eine Neuauflage. Die komplette Ausgabe von 1728, bestehend aus drei Teilen ist in Hamburg bisher in keiner Bibliothek nachgewiesen. Das Museum für Kunst und Gewerbe besitzt eine 4 teilige Ausgabe von 1775-1778, die Johann Daniel Preißler mit seinem Sohn Johann Justin Preißler gemeinsam herausgab.

Johann Daniel Preißler (1666-1737) war Angehöriger einer in Nürnberg angesiedelten und von 1652-1831 nachgewiesenen Künstlerfamilie. J.D.P. war Maler, Zeichner, Radierer, Freskant, Autor und Verleger. Er hatte elf Kinder, davon sechs bekanntermaßen künstlerisch tätige. Er wirkte ab 1704 als Direktor der Nürnberger Malerakademie. Bereits 1706 legte er ein Lehrwerk für den dortigen Unterricht vor, die Übersetzung eines italienischen Standardwerks. Dies erklärte er zur Pflichtlektüre für seine Schüler. 1716 eröffnete er eine eigene Zeichenschule und entwickelte seine Unterrichtsmaterialien fortlaufend weiter. Sie basierten in Teilen auf niederländischen und italienischen Zeichenbüchern und erfreuten sich großer Beliebtheit. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts erschienen sie in zahlreichen Neuauflagen. J.D.P.s Sohn Johann Martin Preißler wurde 1745 Hofkupferstecher des dänischen Königs Christian VI. in Kopenhagen und war mit Johann Gottlieb Klopstock befreundet. Beide gehörten zum Kreis um den dänischen Staatsminister Graf von Bernstorff. Biografische Angaben in Saurs Künstlerlexikon. Bd. 96. 2017 und in: Irmgard Müsch: Geheiligte Naturwissenschaft. Göttingen 2000 (= Rekonstruktion der Künste 4), S. 48-54.
Johann Justin Preißler (1696-1771) aus Nürnberg war Maler und Kupferstecher, Sohn von Johann Daniel Preißler. Er firmiert 1763 als Hrsg. des 4. Teils des oben genannten Zeichenbuchs.

 .   2019-323 Zustand-1       2019-323 Zustand4       2019-323 Zustand3 

Weitere Recherchen – ob das Buch beispielsweise in Hamburger oder Altonaer Zeichen-schulen des frühen 18. Jahrhunderts verwendet wurde – stehen noch aus. Die starken Gebrauchsspuren weisen jedoch auf eine rege Benutzung hin.

Schäden:
- Starke Verschmutzung der Papieroberfläche
- Unsachgemäße Heftung
- Zahlreiche Fehlstellen, Risse – vor allem im Falz der Doppelblätter
- Keine Verbindung zwischen Buchblock und Einband

Geplante restauratorische Maßnahmen:
- Trockenreinigung 2019-323 zustand 7
- Paginieren und Ablösen der Heftung
- Nassreinigen der Blätter
- Entsäuern und Glätten
- Verstärken der Doppelblätter im Falz, Risse
schließen, Ergänzungen
- Konservatorisches Neuheften
- Anfertigen einer Rückeneinlage mit seitlichen
Flügeln aus Japanpapier aufkaschiert auf
Baumwolle
- Anfertigen einer Einbandkonstruktion mit den historischen Umschlägen und Verbinden mit dem Buchblock

Geschätzte Kosten:  1.080,- €

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.

Porträt von Hinrich Rücker (Inv.-Nr.: 1973,43)

Hinrich Rücker, geb. 21.6.1721 in Hamburg, gest. 21.10.1809 ebd., Sohn des Kaufmanns Siegmund Rücker und der Anna Brameyer. Kaufmann in Hamburg, seit 1767 Senator. Vermählt 22.2.1746 mit Anna Luisa Frederking.   Lit.: HGb, Bd. 5, S. 205.

Abbildung:  1973,43
Brustbild nach rechts, vor neutralem Hintergrund, in braunem Justeaucorps, weißem Halstuch und schulterlanger, gepuderter Perücke mit Seitenlocken.

Objekt: Pastellmalerei.

Künstler: unbekannt / Datierung: ca. 1790

Zustand:
Bildträger leicht wellig, Verunreinigung der Oberfläche. Ausflugloch eines Holzzer-störenden Insekts im Bildträger sichtbar im linken Randbereich. Glas und Schmuck-rahmen sind verunreinigt, Haftungsverlust und Fehlstellen der Fassung des Schmuck- rahmens.

Konservatorische und restauratorische Maßnahmen:
Ausrahmung, Reinigung der Rückseite, Umgang mit möglicherweise aktivem Schädlingsbefall, Oberflächenreinigung, Planierung des Bildträgers, Reinigung des Glases, Maßnahmen am Schmuckrahmen (Reinigung, Festigung, Kittung, Retusche), konservatorische Einrahmung, Dokumentation.

Kalkulation: 1.200 €

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.

Porträt von Margareta Elisabeth Danzel (Inv.-Nr.: 1970,47)

Margareta Elisabeth Brütt, geb. in Hamburg, gest. 1827 in Tangstedt, Tochter des Hinrich Brütt und der Anna Dorothea Nisch. Vermählt 26.9.1786 mit Nicolas Alexander Danzel Vicomte de Boismont.

Abbildung:  OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Halbfigur nach links, auf einem Stuhl vor neutralem Hintergrund sitzend, in weißem, hochtailliertem Mantelkleid mit weißem gefälteltem Einsatz; auf der Löckchenfrisur eine weiße Haube mit Kinnband; mit beiden Händen die Nadeln ihres weißen Strick-zeuges im Schoß haltend.

Objekt: Pastellmalerei.

Künstler: unbekannt / Datierung: ca. 1810.

Zustand:
Verunreinigung der Oberfläche, deutliche Schimmelbildung. Glas und Schmuckrahmen sind verunreinigt, Haftungsverlust und Fehlstellen der Fassung des Schmuckrahmens.

Konservatorische und restauratorische Maßnahmen:
Ausrahmung, Reinigung der Rückseite, Oberflächenreinigung, Reinigung des Glases, Maßnahmen am Schmuckrahmen (Reinigung, Festigung, Kittung, Retusche), kon-servatorische Einrahmung, Dokumentation.

Kalkulation: 1.000 €.

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.

Porträt von Nicolas Alexander Danzel (Inv.-Nr.: 1970,46)

Nicolas Alexander Danzel Vicomte de Boismont, geb. 1749 in Abberville, gest. Juni 1829 in Tangstedt, Sohn des Johann Danzel und der Maria Margaretha Michault. In den siebziger Jahren als Prinzenerzieher am preußischen Hof tätig, seit 1780 in Hamburg als Professor der französischen Literatur und Leiter einer Privatschule. Vermählt 26.9.1786 mit Margareta Elisabeth Brütt.   Lit.: HGb, Bd.10, S. 457.

Abbildung: 1970,46
Halbfigur nach rechts, vor neutralem Hintergrund, in blauer Jacke mit bekröntem Orden auf der linken Brustseite, gelber Weste und weißem Halstuch; nacken-langes, glattes Haar.

Objekt: Pastellmalerei.

Künstler: unbekannt / Datierung: ca. 1810.

Zustand:
Verunreinigung der Oberfläche, Schimmel-bildung. Glas und Schmuckrahmen sind verunreinigt, Haftungsverlust, Risse und Fehlstellen der Fassung des Schmuckrahmens.

Konservatorische und restauratorische Maßnahmen:
Ausrahmung, Reinigung der Rückseite, Oberflächenreinigung, Reinigung des Glases, Maßnahmen am Schmuckrahmen (Reinigung, Festigung, Kittung, Retusche), konser-vatorische Einrahmung, Dokumentation.

Kalkulation: 1.000 €.

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.