Die Punschbowle – Kutsche (Inv.Nr. 1902,23)

Diese Kutsche für gesellige Landpartien wurde gegen 1840 für den Grafen Schimmelmann gebaut. Exif_JPEG_PICTURE
Sie ist vierrädrig, mit einem Kutschensitz und ovalem Mittelteil mit rotgepolsterten Sitzflächen. Der Einstieg ist über eine Klapptür von der Rückseite. In der Mitte befindet sich ein Gestell mit Tischplatte. An der mit Leinwand bespannten und bemalten Außenseite ein  schwarzer Rand mit Blumenornamenten, gemalt vom Wagenlackierer Berner.

Die Kutsche war bis 1870 im Einsatz und wurde dann vom Fuhrunternehmer Franz Gladow auf  der auf dem Wandsbeker Marktplatz 1881 errichteten Eisbahn als Schlitten benutzt. 1902 kam die Kutsche in die heutige Sammlung des Museums.  2011-2620-2Im großen Hamburger Festzug von  1913, der anlässlich des 100. Jahrestages der Befreiung von der Französischen Besetzung stattfand, fuhr auch die Punschbowle mit.  Später fand sie Ihren Platz in der Dauerausstellung des Museums für Hamburgische Geschichte. Seit 2002 wurde die Kutsche als Dauerleihgabe im Maler- und Lackierer Museum Hamburg präsentiert.
PunschbowleIm vergangenen Jahr wurde bei der Punschbowle akuter Schädlingsbefall festgestellt. Für die dringende benötigte Schädlingsbekämpfung und Transporte werden noch 2.500,- Euro benötigt.

 

Puppenhaus (Inv.-Nr.: 1922,106)

Das hölzerne Puppenhaus mit Inventar wurde um 1880 anfertigt. Es stammt aus dem Haushalt  des Geheim – und  Kommerzienrat Friedrich Carl Theodor Heye und seiner Ehefrau Henriette, geb. Focke.
Es besteht aus einem hölzernen Korpus, der von allen Seiten bearbeitet wurde und auf einem tischähnlichen Sockel steht. Die Form stellt das stilisiertes Wohnhaus der Familie Heye in mit zwei Etagen dar und trägt ein Zwerchdach. Puppenhaus09Von außen ist das Haus farbig und detailreich gestaltet worden.
Puppenhaus04Die acht Zimmer des Hauses wurden auf die zwei Etagen verteilt:  Im Erdgeschoss sind mehrere Salons und ein Esszimmer eingerichtet, in der ersten Etage hingegen die privateren Räume wie Esszimmer,  zwei Schlafzimmer und ein Kinderzimmer. Die Wände sind entsprechend unterschiedlich tapeziert worden. Die Bodenbeläge imitieren Parkettböden  im Fischgrätverband.

Neben einer großen Anzahl von Miniaturmöbeln sind schließlich auch die Fenster mit Gardinen versehen worden. Weitere Wohnaccessoires simulieren den bürgerlichen Wohncharakter.

Das Puppenhaus hat von innen und außen einen stärkeren Puppenhaus05konservatorischen und restauratorischen Bedarf. Zunächst ist eine trockene Reinigung notwendig. Als nächstes müssen die angeklebten Möbel abgelöst und gereinigt werden und ebenso die alten elektrischen Bauteile. Risse im Holzkörper sind zu schließen, fehlende Teile zu ergänzen und Retuschen auszuführen und schlussendlich ist eine Neumontage aller Teile notwendig. Die Dokumentation von Vor-und Endzustand ist weiterer Bestandteil der Maßnahmen.

Geschätzte Summe der Kalkulation: 10.000 €.

Spende avisiert für 2020. Patenschaft wird übernehmen die F.R.H.-Th. Stiftung.

Puppenstuben-Ladenlokal (Inv.-Nr.: 1925,154)

Puppenstuben-Ladenlokal „Mode-Magazin von Auguste und Emma Laeisz“

Dem Museum für Hamburgische Geschichte wurde 1925 ein Ladenlokal in Miniaturforma vermacht, in dem Hüte, Hauben und diverse Textilien angeboten werden.

Der Hutsalon befindet sich in einem klassizistisch gestalteten Gebäude. Es öffnet sich in zwei Flügeltüren mit Rundbogensprossenfenstern, die von Pilastern flankiert werden. In den Seitenwänden des Gebäudes befinden sich Hutsalonzwei kleinere Sprossenfenster mit Rundbogen. Das Gebäude schließt mit einem Pultdach mit giebelförmigen Aufsatz ab.
Das Puppen-Modemagazin ist insgesamt 58 cm hoch, 51 cm breit und 29 cm tief. Der Korpus des Mode-Magazins ist aus Nadelholz gefertigt. Die Fassade, sowie der Innenraum des Modemagazins sind farbig gefasst. Die Fassade ist hellblau. Gesims, Architrav, Pilaster und Fensterrahmen sind in gebrochenem weiß gestaltet. Die Architektur der Fassade ist durch feine ockerfarbene Begleitlinien und grafische Blattrankenmotive akzentuiert. Auf dem Architrav befindet sich in schwarzen Lettern die Inschrift: »Mode-Magazin von Auguste und Emma Laeisz«.
Der Innenraum des Ladenlokals ist weiß gefasst und mit drei Fachböden, einer Ladentheke mit Kasse und einem kleinen Stuhl ausgestattet. Eine kleine bekleidete Puppe ist noch erhalten. Die Verkaufsartikel werden zum Teil in verschiedenen Schachteln aufbewahrt, frei auf Hutständern, oder übereinander gestapelt, präsentiert.

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Zustand:
Der kleine sorgfältig und liebevoll gestaltete  Puppenstuben-Verkaufsraum ist restaurierungsbedürftig. Durch Trockenschwundbewegungen des Holzkorpus haben sich Risse in den beiden Flügeltüren, der Rückwand und in den Seitenwänden gebildet.
Da sich die kleinen Scharniere zur Aufhängung der Türen gelöst und verbogen haben, haben sich die Flügeltüren geneigt und schleifen beim Öffnen über den Boden des Ladenlokals. Aufgrund von Verlusten kleiner Leisten zur Fixierung der Fenster, bewegen sich die Fensterscheiben zum Teil auffällig und drohen herabzufallen. Die Rückenlehne des kleinen Holzstuhls ist gebrochen.
Die farbige Fassung des Ladenlokals erscheint stabil, weist jedoch Fehlstellen und Abplatzungen auf, ist vergilbt und durch eingeriebenen Staub vergraut.

Konservierungsmassnahmen:
- Trocken- und Feuchtreinigen der gesamten Oberfläche von innen und aussen
- Neufixieren der gelösten Türscharniere
- Konsolidieren der Fensterscheiben durch Ergänzen der kleinen Holzleisten

Restaurierungsmassnahmen:
- Ausspanen und Kitten von Trockenschwundrissen im Holz der Türen, Seitenwände und der Rückwand
- Retusche der Ausspanungen
- Retusche von abgestoßenen Kanten und Schäden an der Holzsubstanz
- Lösen der Verklebungen von Verkaufsartikeln auf den Fachböden und der Ladentheke, um sie reinigen und konsolidieren zu können

Kalkulation:  2.300,- Euro

Beschreibung des inneren Verkaufsraumes:
Der Puppen-Hutsalon ist mit drei durchgehenden Regalen ausgestattet,  auf denen sowohl Verkaufsschachteln als auch Hüte, Häubchen und andere Artikel wie Bänder und Kränze dekoriert sind.  Die insgesamt 13 Schachtel n verschiedenster Größe und Ausstattung  sind aus Pappe gefertigt und mit farbigem Papier kaschiert (blau, grün und weiß). Die Verkaufsware wie Hutständer, -stapel oder Hauben sind größtenteils mit einander verklebt und anschließend fest mit dem jeweiligen Regal bzw. der Verkaufstheke verklebt. Nur die Verkäuferin ist mit ihrem Drahtgestell unter dem weiten Rock frei beweglich.
Da der Unternehmer Ferdinand  Laeisz vor seiner Tätigkeit als Reeder bis 1847 als Hutmacher gearbeitet hat und zusammen mit seiner Schwester Auguste einen Hutsalon führte, ist es nicht unwahrscheinlich, dass er dieses kleine Verkaufslokal für Kinder nach den Maßen seines damaligen Ladens in Hamburg, Neueburg 14, anfertigen ließ.

Zustand:
Das Gesamtinventar des Ladens ist stark eingestaubt, die Schachteln sind z.T. in den Seiten gebrochen und klappen auseinander. Die sehr empfindlichen Hüte aus Baumwoll,- und Seidenstoffen mit Blumendekoration, teilweise aus Papier wie auch aus fragilem Stroh mit Seidenbändern sind ebenfalls stark eingestaubt und brüchig. Besonders die aus Stroh gefertigten Miniflorentiner haben schon große Materialverluste hinnehmen müssen und zerfallen in Kopfteil und Krempe.
Ein Teil der Verkaufsware ist wie oben beschrieben mit einem Heißkleber miteinander verklebt bzw. auf die jeweilige Unterlage geklebt.
Auch das Kleid der kleinen Verkaufspuppe ist stark angestaubt und im Oberteil  abgegriffen, so dass das Muster stark verblichen ist.  Arme und Kopf aus Biskuitporzellan sind stark angeschmutzt.

Konservierungsmassnahmen:
- Lösen der Verklebungen von Verkaufsartikeln aus Textil  von den Fachböden und untereinander
- Absaugen des gesamten textilen Inventars mit feinen Pipetten und regulierter Saugkraft
- Feuchtreinigung mit Ethanol/Wassergemisch
- Unterstützen der gebrochenen Hutkrempen mit beschichteter Crepeline

Kalkulation:  2.160,- Euro

Wir danken der F.R.H.-Th. Stiftung für die Übernahme der Restaurierungs-Patenschaft.

Elfenbeingeschnitztes Schmuckschränkchen aus Moorburg (Inv. Nr.: 1930,216)

Objektbeschreibung:

Das prachtvoll gestaltete Miniaturmöbel (43 x 27 x 17 cm) wurde um 1800, vermutlich in russischen Klosterwerkstätten, hergestellt. Diese Schatullen kommen im westlichen 1930-216_014Europa häufiger vor und wurden vermutlich als Souvenir von Seeleuten mitgebracht. Leicht transportierbar konnten sie zur Aufbewahrung verschiedener persönlicher Utensilien benutzt.

Das Schränkchen ist aus Eichen- und Nadelholz in Form eines Tabernakelsekretärs gefertigt und mit kunsthandwerklich prachtvoll gestalteten Elfenbeinplättchen belegt. Die Plättchen bestehen wahrscheinlich aus Walroßzahn und sind naturbelassen hell oder grün gefärbt, teilweise mit zarten Blumenmotiven bemalt. Jedes einzelne Plättchen ist graviert oder durchbrochen geschnitzt. Bei den Gravuren handelt es sich um bandartig angelegte florale Motive, Blattranken oder grafische Muster aus Kreisen und Punkten, die farbig abgesetzt sind. Einzelne, größere Elfenbeinplättchen sind durchbrochen geschnitzt und mit farbigem Papier hinterlegt. Sie   zeigen Tiermotive, umgeben von geometrischen und vegetabilen Mustern. Hinter der Pultklappe befinden sich zwei breite Schubladen. Der Innenraum des zweitürigen Aufsatzes ist mit zwei Fachböden ausgestattet, deren Fronten mit wellenförmigen Papiergirlanden abgesetzt sind.

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Erhaltungszustand:

Das Schränkchen  befindet sich in einem desolaten Zustand. Es sind Ableimungen und Schäden am Konstruktionsholz zu verzeichnen. Trockenschwundbewegungen des Holzkorpus und Versprödung des Klebemittels haben zu zahlreichen Ablösungen an den Elfenbeinapplikationen geführt. Die losen Elfenbeinplättchen sind zum Teil rissig, brüchig und haben sich verformt. Teilweise haben sich die Ränder vom Holzträger gelöst und stehen schüsselförmig auf. Leider sind bereits Fehlstellen zu verzeichnen. Verschiedene abgefallene Elfenbeinplättchen wurden separat aufbewahrt und können im Zuge einer Restaurierung wieder zugeordnet und fixiert werden.
Die Holzverbindungen des Schmuckschränkchens sind in ihrer Stabilität beeinträchtigt. Im Holz der Rückwand unten rechts befindet sich eine quadratische Fehlstelle. Die Flügeltüren des Aufsatzes lassen sich nicht mehr frei bewegen, da sich die Scharniere aus dem Holzkorpus gelöst haben.
Die Ränder der Papierkaschierungen stehen vom Holzträger auf, haben sich aufgerollt oder sind zum Teil großflächig ausgerissen. Insgesamt ist die Papierkaschierung fleckig verfärbt, lückenhaft und weist im Aufsatzinnenraum schwarze Beläge (vermutlich von Schimmelbefall) auf. Die Papierkaschierungen hinter den durchbrochen gearbeiteten Elfenbeinplättchen sind ausgeblichen und lückenhaft.
Das Schränkchen ist in der Vergangenheit mindestens einmal restauriert worden, da an den Elfenbeinplättchen zum Teil Ergänzungen aus Kunstharz vorgenommen wurden, die aber noch nicht am Korpus fixiert sind.
Die Oberfläche des Schränkchens ist durch eingeriebenen Staub vergraut und wirkt fleckig. In den Zwischenräumen der durchbrochen gearbeiteten Schnitzereien hat sich Schmutz angesammelt.
Es besteht Handlungsbedarf, da das Objekt bereits deutliche Schäden aufweist und weiterer Substanzverlust an den einzigartig gestalteten Elfenbeinapplikationen droht.

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Vorgeschlagene Konservierung-Restaurierung:

o    Trocken- und Feuchtreinigen der gesamten Oberfläche von innen und aussen
o    Entfernen der schwarzen Beläge des ehemaligen Schimmelbefalls
o    Konsolidieren und Stabilisieren der Holzsubstanz
o    Schonendes Rückformen aufstehender Elfenbeinapplikationen
o    Neuverleimen abgeleimter Elfenbeinapplikationen
o    Zuordnen und Neuverleimen abgefallener Elfenbeinapplikationen
o    Neufixieren der gelösten Türscharniere
o    Glätten und Konsolidieren der Papierkaschierung
o    Ergänzen der Fehlstelle im Holz der Objektrückwand
o    Ergänzen von Fehlstellen an den Elfenbeinapplikationen
o    Retusche der Ergänzungen

Kalkulation: Aufwand für Konservierung-Restaurierung ca. 4.000,- Euro

Wir danken der F.R.H.-Th. Stiftung für die Übernahme der Restaurierungs-Patenschaft.

Diorama

„Des Todtengräbers Häuschen nach dem großen Brande vom 5.-8 May 1842“

Kulturgeschichtliche Bedeutung:

Die Darstellung erinnert an den großen Brand in Hamburg, der am 5. Mai 1842 in einem 1906,7dSpeicher in der großen Deichstraße ausbrach. Bis zum 8. Mai fraß sich das Feuer quer durch die Stadt. Der Straßenname: Brandsende ist nach dieser Katastrophe benannt, bei der sowohl zwei Hauptkirchen, St. Nikolai und St. Petri, zerstört wurden, als auch wichtige Gebäude wie das Rathaus, die Bank und  das Stadtarchiv. 20 000 Menschen wurden obdachlos und 51 Menschen verloren dabei ihr Leben, woran die Darstellung des Diorama erinnert.

 Objektbeschreibung / Schäden:

Das Diorama zeigt einen Landschaftsausschnitt mit mehreren Gebäuden und Bäumen und Personen. Landschaft und Objekte aus Wachs sind reliefartig gestaltet und sitzen gestaffelt in einem vertieften Oval, was der Darstellung Räumlichkeit gibt. Das Diorama ist in einem Zierrahmen aus Holz eingebettet und wird auf der Vorderseite durch eine Glasscheibe, auf der Rückseite durch eine Holztafel geschützt.

IMG_9771Das Objekt ist stark verschmutzt und extrem beschädigt. Die Inschrift zeigt einen deutlichen Haftungsverlust, die Farbschicht ist teilweise lose und hat mehrere Fehlstellen. Am deutlichsten sind die Schäden an den Wachselementen zu sehen. Der Himmel hat sich fast vollständig vom Hintergrund gelöst, ist an vielen Stellen gebrochen und liegt in mehreren Fragmenten über das gesamte Diorama verteilt. Das Haus im Zentrum ist ebenfalls abgebrochen und befindet sich nur wenige Zentimeter versetzt von der ursprünglichen Position. Die kleinen Figuren im Vordergrund sind gebrochen und einige Teile und Splitter liegen lose verteilt dazwischen. Jede Bewegung des Objekts führt zu weiteren Schäden, weshalb eine Restaurierung unabdingbar ist. Da der Rahmen geschlossen ist, gehen wir davon aus, dass sich alle Teile finden und wieder zuordnen lassen, so dass das Ergebnis der Restaurierung optisch wieder einen homogenen, kompletten Eindruck ergeben wird.

 Notwendige Restaurierungsmaßnahmen:

- Öffnen des Dioramas
- Reinigen des Zierrahmens und der Einzelteile
- Durchführen von Testreihen für geeignete Klebemittel
- Konsolidieren der Farbschichten, Zuordnen und Zusammenfügen der Bruchstücke
- Neuanbringung in der ovalen Vertiefung
- Fehlstellenergänzung und Retusche
- Schließen des Risses im Rückseitenschutz

Gesamtkalkulation der Restaurierungsmaßnahmen:   2.000 €

Wir danken der F.R.H.-Th. Stiftung für die Übernahme der Restaurierungs-Patenschaft.

Vierländer Gesangbuch mit Samteinband und graviertem Silberbeschlag (Inv.-Nr.: 1917,359)

Allgemeine Angaben: Ein Hamburger Gesangbuch 1917-359_001in braunem Samt mit geprägtem Goldschnitt. Ein gezackter Silberbeschlag an allen Ecken, durchbrochen gearbeitet, gravierte Blume (erinnert an heraldische Lilie). Die Auflagen der zwei Schließen auf dem Deckel sind rund und gewölbt, darauf graviert ineinander greifende Herzen und ein Viereck; die rechteckigen Klappstücke flach, gezackt und durchbrochen gearbeitet, graviert, innen in Punktmanier. Gravur der oberen Schließe: “H.K.S. / I.G.S.S.D.”, Gravur der unteren: “1858″. Im Vorsatz zwei handkolorierte Abbildungen mit Hochzeitsversen aus Sicht der Braut (links) und des Bräutigams (rechts), eingefasst in identische Rahmen aus heraldischen Lilien und mit Obst befüllten Hörnern, jeweils mit Verantwortlichkeitsangabe darunter: “Hamburg, bei H.G. Vogelsandt, altstädter Fuhlentwiete”.
Hersteller: kein Eintrag
Datierung: 1836
Zustand: Verschmutzt, verstaubt – konservatorische Reinigung notwendig
Kalkulation: 100,00 €

Wir danken Katja Haack für die Übernahme der Restaurierungs-Patenschaft.

Hamburger Gesangbuch in schwarzem Leder mit Silberschließe, Hamburger Beschauzeichen und Meistermarke (Inv.-Nr.: 1931,18)

Allgemeine Angaben: Ein Gesangbuch gebunden 1931-18_001in grobporiges schwarzes Leder, Goldschnitt. Einfacher Silberbeschlag, die gewölbten Auflagen der Schließe sind herzförmig ausgeführt, innen anden Krampen jeweils eine hamburgische Stadt- und eine Meistermarke “HH”, außerdem Tremulierstriche in Form der römischen 18: ‘XVIII’; das Klappstück fehlt. Der Spiegel ist mit in Blau, Grün, Gelb und Rot marmoriertem Papier beklebt. Das Vorsatzpapier ist dunkelgold, mit geprägten und rot gefärbten Vögeln, Ranken und bandartigen Leisten, auf denen an einigen Stellen Schrift angebracht ist. Es folgt ein doppelseitiger Kupferstich, signiert “G.C. Pingeling. Sc. Hamb:1745″, darauf im unteren Teil eine Hamburgansicht, oben links ein sitzender Harfenspieler mit Krone, rechts eine kniende Frau vor einem Feuer, über ihr in Wolken vier Cherubim. Das Titelblatt in Rot- und Schwarzdruck.
Hersteller: kein Eintrag
Datierung: 1745-1753
Zustand: Einband: Die Oberfläche ist leicht verschmutzt. Kanten und Ecken sind berieben. Der Einband schließt nicht, da die Schließe fehlt.
Buchblock: Der Schnitt und die Seiten sind leicht verschmutzt. Einige Seiten sind eingerissen und haben umgeknickte Ecken.
Benötigte Maßnahmen: Trockenreinigung, Ausbürsten des Falzes, Sichern von Rissen und Knicken.
Kalkulation: 150,00 €

Wir danken Petra Oelker für die Übernahme der Restaurierungs-Patenschaft.

Schleswig-Holsteinisches Gesangbuch (Inv.-Nr.: 1930,36)

Allgemeine Angaben: Ein Schleswig-Holsteinisches 1930-36_001Gesangbuch von 1808 mit einem Einband aus schwarzem, leicht verschlissenem Samt. Beschlag aus Silberfiligran mit Grandt befindet sich an den vier Ecken, in der Mitte als fast ovales Schild mit zwei gegenüberstehenden Herzen; oben und unten gleich, ebenso auf Vorder- und Rückseite. Zwei breite Schließen greifen beiderseits weit auf den Buchdeckel über. Auf ihnen befinden sich außen in ovaler Umrahmung Monogramme aus grün-unterlegtem Golddraht, die nach Art der Spiegelmonogramme die Buchstaben MCP zeigen. Auf der Innenseite sind auf der oberen Schließe die Buchstaben “J.P.Ö.A.”, auf der unteren: “M.C.P. 1810″ in Punktmanier angebracht.
Das Gesangbuch ist benutzt auf Helgoland und stammt aus der Wilstermarsch, wie die Art des Beschlages zeigt (Dr. Stierling – Altona).”
Hersteller: kein Eintrag
Datierung: 1808-1810
Zustand: Einband: Die Oberfläche ist leicht verschmutzt. Deckelflächen und Kanten sind berieben, es gibt Fehlstellen in der Samtbeflockung.
Buchblock: Der Schnitt und die Seiten sind leicht verschmutzt, die Ecken einiger Seiten sind umgeknickt, eine Seite löst sich.
Benötigte Maßnahmen: Trockenreinigung, Fixieren der gelösten Bereiche des Samtbezugs, Ausbürsten des Falzes, Korrektur der umgeknickten Ecken und Fixieren der gelösten Seite.
Kalkulation: 180,00 €

Wir danken Katja Haack für die Übernahme der Restaurierungs-Patenschaft.

Familienporträt der Familie Goldschmidt (Inv.-Nr. 2017-81)

2017-81_001Abbildung: Die Eltern, sitzend, sind umrahmt von Ihren 5 Kindern.
Lt. freundlicher Mitteilung eines Nachfahren handelt es sich von links nach rechts:
Anna G. (verheiratete Warburg)
Moritz G. (1796-1881)
Otto G., stehend (1821-1905) verheiratet mit Jenny Lind
Alfred G., zwischen den Eltern (1841-1899)
Johanna G., geb Schwabe
Felix G., später Dr. med., gestorben 1892
Name des 5. Kindes konnte noch nicht ermittelt werden

Hersteller/Datierung:  Laut rückseitiger Beschriftung: „Daguerreotyp von / Stelzner / Portraitmaler./Jungfernstieg N°. 11 / Hamburg

Zustand:  Die mit 16,9 x 13,6 cm sehr große Platte wurde längere Zeit ohne Deckglas aufbewahrt und weist daher starke Verfärbungen und Kratzer auf. Das Passepartout ist noch erhalten.
Die Aufnahme muss ein neues Glas erhalten, und wieder mit Passepartout und Rück- pappe verbunden werden, sowie abschließend mit einem eingetönten Spezialpapier versiegelt werden.

Kalkulation: € 300,-

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.

Porträt einer Dame mit zwei Mädchen im Etui: „Johanna Goldschmidt, geb. Schwabe“ (Inv.-Nr. 2017-80)

2017-80_001Abbildung:  Im Zentrum eine Dame mit gestreiftem Kleid, rechts und links je ein Kind untergehakt. Die Deckglasplatte ist rückseitig mit einem Schildpatt-Imitat bemalt und vergoldet. Die Personengruppe steht vor einer Hintergrund-staffage wie sie  auch auf unserer Inv.Nr. 1928,282 zu sehen ist. Damit wird die Zuschreibung an Stelzner ermöglicht.

Hersteller/Datierung:  Carl Ferdinand Stelzner (1805-1894), Fotograf  / 2. Drittel 19. Jh.

Zustand: Verfärbung der Plattenränder durch Luftschadstoffe aufgrund einer mangelhaften Versiegelung. Das Deckglas ist stark verschmutzt und weist eventuell Glaszerfall auf. Das Etui ist verzogen und verschmutzt,  die Samtauskleidung berieben, ein Scharnier fehlt. Auf dem Deckel ist ein hellblaues jüngeres Klebeetikett aufgebracht worden.

Kalkulation: € 350,-

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.