Daguerreotypien (frühe Fotografien)

Louis Daguerre, fotografiert von J.B. Sabatier-Blot, 1844

Die Sammlung Hamburgischer Daguerreotypien ist ein ganz besonderes Zeitfenster in die Hamburgische Geschichte, denn in deutschen Museen haben sich nur wenige dieser einzigartigen Fotografien erhalten, die in der Präzision ihrer Wiedergabe den Vergleich mit  modernen fotografischen Verfahren nicht scheuen müssen.  In den meisten Fällen sind sowohl die Dargestellten als auch die Fotografen bekannt. Zu der Sammlung gehört auch eines der weltweit ersten Reportagefotos von Hermann Biow: eine Aufnahme Hamburgs von 1842, unmittelbar nach dem Großen Brand entstanden.

Nach ihrem Erfinder L. J. M. Daguerre benannt, stehen die Daguerreotypien mit ihrer weltweiten Verbreitung  in den 40er und 50er Jahren des 19. Jahrhunderts ganz am Anfang der fotografischen Entwicklung. Bei dem Verfahren wird lichtempfindlich gemachtes Silber verwendet – häufig auf einem Kupferträger. Daguerreotypien sind Unikate. Sie enthalten sowohl das Negativ- als auch das Positivbild, welche je nach Lichteinfall sichtbar werden.

Schäden
Daguerreotypien mit ihrer dünnen Silberschicht sind extrem empfindlich gegenüber Kratzern und Luftschadstoffen. Schon eine winzige Menge Schwefelwasserstoff reicht aus um die Oberfläche zu verfärben. Um diese kostbaren Fotografien überhaupt zeigen zu können wurden sie mit einer Glasplatte abgedeckt und luftdicht verklebt. Vor allem zu Präsentationszwecken erhielten sie aufwendige Etuis oder Rahmungen.

Die Hamburger Sammlung braucht dringend konservatorische Betreuung. Die Glasabdeckungen sind in vielen Fällen schadhaft und müssen ausgetauscht werden. Durch zu hohe Feuchtigkeit ist es zu Tröpfchenbildung auf Gläsern und dem Bildträger gekommen.  Viele der Bilder sind im Randbereich bereits angelaufen. Häufig finden sich Insektenrückstände zwischen Bildträger und Glas, im Etui oder Rahmen und durch ungünstige Lagerung ist es zu Metallkorrosion, Schimmelbefall, Verschmutzungen und Abrieb an Bildern, Etuis und Rahmen gekommen.

Wie kann ich Pate werden?
Helfen Sie uns, die Daguerreotypien zu retten, indem Sie eine Restaurierungspatenschaft übernehmen oder verschenken. Suchen Sie sich auf unserer Website ihre Lieblingsdaguerreotypie heraus. Dort sind auch die jeweiligen Schäden und die Kosten zur Erhaltung angegeben. Mit Ihrer zweckgebundenen Spende kann die Daguerreotypie dann bearbeitet werden.

Nähere Informationen gibt Ihnen gern
Silke Beiner-Büth, Restauratorin,
Tel. 040-428132-401 oder silke.beiner-bueth@hamburgmuseum.de.
Bitte besuchen Sie auch unsere Website: www.hamburgmuseum.de

Spendenkonto:
Stiftung Historische Museen Hamburg
HSH Nordbank
IBAN: DE 322 105 000 001 018 810 00
BIC-SWIFT: HSHNDEHHXXX
Verwendungszweck: Restaurierungspatenschaft; dazu die Nummer des gewählten Objektes.
Bitte geben Sie auch Ihre Adresse/Mailadresse an.

Was bekomme ich, wenn ich Pate werde?
Einmal jährlich laden wir alle Förderer zu einem Patenschaftstag ein, an dem Sie ihr Patenobjekt von Nahem in Augenschein nehmen können und von Mitarbeitern des Museums über Schäden und Maßnahmen informiert werden.
Für Ihre Spende erhalten Sie eine Reproduktion Ihres Patenobjektes und finden Erwähnung auf unserer Website. In Höhe der Spende senden wir Ihnen  eine steuerlich absetzbare Bescheinigung.

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