Stammbücher

Peter Friedrich Röding

Stammbücher (auch Album Amicorum), eine frühe Form des Poesiealbums, entstanden während der Reformation, als es Mode wurde, Autographe berühmter Reformatoren zu sammeln. Noch im 18. Jahrhundert waren Stammbücher eher eine Mode unter Protestanten als unter Katholiken.

Die Stammbuchsammlung des Hamburg Museums ist für Hamburg und seine Bürger von großer Wichtigkeit. Sie umfasst derzeit 114 Alben von Persönlichkeiten aller sozialen Schichten, die in Hamburg gelebt und gewirkt haben, bzw. für die hamburgische Geschichte von Bedeutung waren. Die Sammlung umfasst einen Zeitraum von 300 Jahren: vom Beginn des 17. Jahrhunderts bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus bieten die Stammbücher ein umfangreiches Quellenmaterial für die Mentalitätsgeschichte ihrer Zeit. Sie geben detaillierten Aufschluss über die intensiven Auseinandersetzungen speziell um die religiösen Entwicklungen, über die überregionalen und internationalen Verbindungen der Hamburger Kaufleute und Gelehrten und deren Auffassungen zu den weltgeschichtlichen Ereignissen.

Schäden
Die Zeit ist an diesen Unikaten nicht spurlos vorübergegangen. Besonders schädlich war eine Maßnahme der 1960/-70er Jahre: Großflächig wurden Singaturschilder mit einer Selbstklebefolie auf das Einbandleder geklebt. Der Klebstoff dieser Aufkleber dringt tief in das Original ein und führt zu irreversiblen Schäden. Hier ist schnelles Handeln dringend notwendig.
Durch intensive Nutzung und ungünstige Lagerungsbedingungen in der Vergangenheit entstanden Verschmutzungen, die fragilen Einbände sind beschädigt. Deckel und Seiten sind teilweise lose.

Was ist zu tun: 
Um die Stammbücher für die Nachwelt zu erhalten sind folgende Maßnahmen nötig:
- Schnellstmögliche Abnahme der Selbstklebefolien.
- Reinigung
- Befestigung

Wie kann ich Pate werden?
Helfen Sie uns, die Stammbücher zu retten, indem Sie eine Restaurierungspatenschaft übernehmen oder verschenken. Suchen Sie sich auf unserer Website ihre Lieblingsstammbuch heraus. Dort sind auch die jeweiligen Schäden und die Kosten zur Erhaltung angegeben. Mit Ihrer zweckgebundenen Spende kann das Stammbuch dann bearbeitet werden.

Nähere Informationen gibt Ihnen gern
Silke Beiner-Büth, Restauratorin,
Tel. 040 428 131 168 oder silke.beiner-bueth@hamburgmuseum.de.
Bitte besuchen Sie auch unsere Website: www.hamburgmuseum.de

Spendenkonto:
Sie können Ihre Spende per Pay Pal oder direkt an uns überweisen


Direktüberweisung:
Stiftung Historische Museen Hamburg
HSH Nordbank
IBAN: DE 322 105 000 001 018 810 00
BIC-SWIFT: HSHNDEHHXXX
Verwendungszweck: Mein Stück Hamburg

Bitte senden Sie parallel eine Mail an: silke.beiner-bueth@hamburgmuseum.de mit Angabe Ihrer Postadresse und Telefonnummer sowie der Nummer des ausgewählten Patenschafts-Objektes.

Was bekomme ich, wenn ich Pate werde?
Einmal jährlich laden wir alle Förderer zu einem Museumsbesuch ein, an dem Sie ihr Patenobjekt von Nahem in Augenschein nehmen können und von Mitarbeitern des Museums über Schäden und Maßnahmen informiert werden. Für Ihre Spende erhalten Sie eine Reproduktion Ihres Patenobjektes und finden Erwähnung auf unserer Website. (Bitte um Mitteilung, wenn Sie das nicht möchten). Ab 200,- Euro Spendenhöhe senden wir Ihnen eine steuerlich absetzbare Bescheinigung.
Bei Spenden über 500,- Euro erhalten die Paten wahlweise einen Acrylglas-Briefbeschwerer oder einen kleinen Medaillon-Schmuckanhänger aus Bronze mit dem Abbild des Patenobjektes.