Aktuelles

Auf dieser Seite werden wir Sie in regelmäßigen Zeitabständen über Veranstaltungen Spendeaktionen, Nachrichten in den Medien und andere Aktivitäten in und rund um das Patenschaftsprojekt “Mein Stück Hamburg – Pate stehen für Hamburgs Geschichte” informieren.

20. April 2020

EvSK_positiv_4c_300dpiDie Ernst von Siemens Kunststiftung fördert die Restaurierung einer Auswahl von 20 Daguerreotypien aus dem Museum für Hamburgische Geschichte.

Die Museumssammlung Hamburgischer Daguerreotypien ist ein ganz besonderes Zeitfenster in die Hamburgische Geschichte, denn in deutschen Museen haben sich nur wenige dieser einzigartigen Fotografien erhalten, die in der Präzision ihrer Wiedergabe den Vergleich mit  modernen fotografischen Verfahren nicht scheuen müssen. In den meisten Fällen sind sowohl die Dargestellten als auch die Fotografen bekannt. Nach ihrem Erfinder L. J. M. Daguerre benannt, stehen die Daguerreotypien für den Anfang der Fotograf in den 40er und 50er Jahren des 19. Jahrhunderts. Bei dem Verfahren wird lichtempfindlich gemachtes Silber verwendet – häufig auf einem Kupferträger. Daguerreotypien sind Unikate. Sie enthalten sowohl das Negativ- als auch das Positivbild, welche je nach Lichteinfall sichtbar werden.

Daguerreotypien sind extrem empfindlich gegenüber Kratzern und Luftschadstoffen. Schon eine winzige Menge Schwefelwasserstoff reicht aus um die Oberfläche zu verfärben. Daher wurden sie mit einer Glasplatte abgedeckt und luftdicht verklebt. Die Glasabdeckungen sind in vielen Fällen schadhaft und müssen ausgetauscht werden. Durch zu hohe Feuchtigkeit ist es zu Tröpfchenbildung auf Gläsern und dem Bildträger gekommen. Viele der Bilder sind im Randbereich bereits angelaufen. Häufig finden sich Insektenrückstände zwischen Bildträger und Glas, im Etui oder Rahmen und durch ungünstige Lagerung ist es zu Metallkorrosion, Schimmelbefall, Verschmutzungen und Abrieb an Bildern, Etuis und Rahmen gekommen. Die gesamte Sammlung von 180 Daguerreotypien muss dringend konserviert werden. Auf der Website „Mein Stück Hamburg“  (www.mein-stueck-hamburg.de) sucht das Museum nach Restaurierungspaten und freut sich, dass durch die Spende der Ernst von Siemens Kunststiftung eine ganze Reihe von „Dagus“  jetzt bearbeitet werden kann.

Der Restaurator Jochen Voigt hat seit 2014 wiederholt Daguerreotypien für das Museum restauriert hat und mit seiner umfangreichen Spezialkenntnis wesentlich zum Erhalt unserer Sammlung beigetragen.

RestauratorJVoigt-1               Foto: Voigt

20. April 2020

EvSK_positiv_4c_300dpiDie Ernst von Siemens Kunststiftung fördert die Restaurierung einer Auswahl von 18 Porträtminiaturen aus dem Museum für Hamburgische Geschichte.
Das Museum verfügt über die größte stadtgeschichtliche Sammlung Deutschlands die laufend einer konservatorischen Pflege bedarf. 80% einer exquisiten Sammlung von rund 200 Hamburger Porträtminiaturen vom 17.-19. Jahrhundert sind gefährdet und müssen dringend konserviert werden. Für solche Fälle, die nicht von MuseumsrestauratoreInnen bearbeitet werden können, wurde die Website „Mein Stück Hamburg“ entwickelt (www.mein-stueck-hamburg.de) auf der Patenschafts-Spenden für die Konservierung/Restaurierung gesucht werden.

Miniaturen sind kleinstformatige häufig ovale Bildnisse in Aquarell oder mit Silberstift auf Pergament, Elfenbein oder Papier gemalt, mit einem gewölbten Glas geschützt und häufig als Schmuckstück getragen. Nach einer vorsichtigen Öffnung der Miniaturen werden Deckgläser, Rahmen und Etuis gereinigt, Korrosionsschichten reduziert. Die Malschicht wird kontrolliert eventuell gefestigt, gereinigt und retuschiert. Risse werden geschlossen, verwellte Elfenbeinplättchen  planiert. Bei der Neueinrahmung wird ein Abstand zwischen Deckglas und Malschicht geschaffen, ein säurefreier Rückseitenschutz eingelegt und die Befestigung in Rahmen oder Etui verbessert.

Frau Dipl. Rest. Britta Kröger ist seit 2011 als freiberufliche Kollegin an Restaurierungsprojekten von „Mein Stück Hamburg“ beteiligt und wir freuen uns, dass wir die Zusammenarbeit dank der großzügigen Spende der Ernst von Siemens Kunststiftung fortsetzen können.

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Britta Kröger, freiberufliche Restauratorin (rechts), und Silke Beiner-Büth, Fachbereichsleitung Restaurierung im Museum für Hamburgische Geschichte (links), diskutieren die Restaurierungsmaßahmen an den Miniaturen.

Foto: Lilli Roth

 

14. Oktober 2018

MHG in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle und dem Denkmalschutzamt. Details zu dem Veranstaltungstag finden Sie hier im Programm.

21. April 2018

Im Rahmen der 18. Langen Nach der Museen in Hamburg wird die Restaurierung des Elfenbeinkästchens und des Puppenstuben-Hutsalons vorgestellt.

 

18. April 2018 16:00 Uhr

Vortragsveranstaltung anlässlich des Internationalen Denkmaltags 2018 unter dem Motto “Kulturerbe für Generationen” im Warburg-Haus, Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg u. a. Restaurator – ein Traumberuf? (Silke Beiner-Büth)

 

10. September 2017

denkmal-tagTAG DES OFFENEN DENKMALS 2017

Gemälderestaurierung des Museums für Hamburgische
Geschichte

Kaiserlicher Besuch in der Restaurierungswerkstatt:
Am Beispiel verschiedener aktueller Restaurierungsprojekte wird der Aufgabenbereich der Gemäldekonservierung und -restaurierung in einem Museum vorgestellt.
Veranstalter: SHMHH – MHG

Führung: So. 14, 15 und 16 h, nur nach Anm. bis 7.09. bei
Britta.Wiesenthal@hamburgmuseum.de.