Schwarze Hahnenfeder aus dem Helmbusch von Fürst Gebhard Leberecht von Blücher, befestigt an seinem Porträt (Inv.-Nr. 2020-5)

Schwarze Hahnenfeder aus dem Helmbusch von Fürst Gebhard Leberecht von Blücher, befestigt an seinem Porträt

Gerahmte, kolorierte Grafik des 19. Jh.
Z2019-122_001

Dieses skurrile Objekt, dass wohl zuletzt in einer Toilette als Dekoration hing, fand vor kurzem Eingang in die Sammlung des Museums.

Auf der Rückseite befindet sich ein Text von 1846 dazu:

„Anliegende Feder ist aus dem Helmbusch Blüchers welchen Z2019-122_006er bey seiner Anwesenheit in Hamburg (im Jahre 1817. September?) das Bürger Militair auf dem Heil[igen]. Geist Felde versammelt von ihm inspicirt wurde, den, im Zelte zum fröhlichen Frühstücke versammelten Herren und Damen Preiß gab um die Federn daraus unter sich zu vertheilen. Er erklärte dabey: „Diesen Helmbusch habe er an einem heißen Schlacht-Lager gegen die Franzosen im Jahre 1815 getragen.“
Auch ich, der als Auditeur des Bürger-Militairs im Zelte Z2019-122_007gegenwärtig war, riß eine Feder an mich.
Obiges bezeuge ich hiermit an Eydes statt.
Hamburg am 27ten März 1846.
Theodor Hasche, der Rechte Doctor
Auditeur des Hamburgischen Bürger-Milita[irs]“

Alle Objektbestandteile sind verschmutzt, die Rahmenversiegelung löst sich. Das Glas ist gesprungen.
Rückseitig sind erklärende Texte montiert. Das Papier dieser Blätter ist säurehaltig, teilweise brüchig und weist Risse auf. Das Papier des Portraits ist leich verbräunt, weist Stockflecken auf und ist deutlich verschmutzt. Die Farben der Kolorierung sind ausgeblichen. Das Passepartout ist verschmutzt/staubig.

Notwendige Konservierungs-Maßnahmen:

Ausrahmen unter schonender Abnahme der Versiegelung und der montierten Schriftstücke; Ausglasen und Abnahme des Etiketts.  Reinigung von Portrait, Passepartou und Feder. Hinterlegen des Porträts mit säurefreiem Museumskarton, Schließen der Risse in den rückseitig angebrachten Schriftstücken. Neueinrahmung mit einer säurefreien, alterungsbeständigen Rückwand. Neuverglasung – entspiegeltes Museumsglas. Wiederherstellen der Versiegelung, möglichst unter Verwendung der originalen Materialien. Anfertigung einer Tasche zur Aufbewahrung der rückseitigen Schriftstücke. Schriftliche und fotografische Dokumentation der Maßnahmen (analog und digital).

Geschätzte Kosten:  € 600,-

Porträt von Alexander Wilhelm Goverts (Inv.-Nr.: 1945,89)

Porträt von Alexander Wilhelm Goverts

Porträt von Alexander Wilhelm Goverts

Alexander Wilhelm Goverts, geb. 29.12.1805 in Hamburg, gest. 22.4.1856 ebd., Sohn des Kaufmanns und Maklers Ernst Friedrich Goverts und der Kaufmannstochter Lucia Amalia Adamy. 1826-1829 Jurastudium in Leipzig und Göttingen mit Promotion zum Dr. jur., 1829-1837 als Advokat in Hamburg. Seit 1837 als Makler im väterlichen Geschäft tätig.
Hersteller:
unbekannt, um 1825
Zustand:
Malschicht leicht verschmutzt mit Schimmelbefall im Randbereich, dort auch Klebereste der ehemaligen Einrahmung. Rückseitige orangefarbene Kaschierung ist gewellt. Das Deckglas ist außerordentlich stark verschmutzt und craqueliert. Die Rahmung gefährdet das Objekt. Das Etui ist leicht verschmutzt, außen am Scharnier gerissen. Eine Zierkordel hat sich gelöst.
Kalkulation: € 700,00

Dieses Objekt wurde restauriert mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung.