Silhouettenbilder und Scherenschnitte

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Silhouettenbilder und Scherenschnitte

Dem Museum für Hamburgische Geschichte wurde 1932 ein interessanter Bestand an Scherenschnitten aus Messingblech und Schwarz-Weiß-Drucken davon, geschenkt. Es handelt sich um circa 1.400 Objekte von meist namentlich bekannten Personen, von denen Jacob von Döhren im 18. Jahrhundert Silhouetten und Profilbilder hergestellt hat.

Der Schattenriss, die Profil-Silhouette, gilt als Ursprung der Porträtmalerei. Schon in der Antike verbreitet, erhielt er im 18. Jahrhundert neue Impulse durch die Ästhetik und Philosophie des Klassizismus, da nun das Profil eines Menschen, die reine Kontur des Kopfes, als dessen getreuestes Charakterbild angesehen wurde. Porträt-Silhouetten von Verwandten und Freunden sowie bekannten Persönlichkeiten wurden als Erinnerungsstücke, aber auch als preisgünstigerer Ersatz von Porträtgemäldegalerien gesammelt, verfertigt von professionellen Künstlern wie auch von Laien, da technische Hilfsmittel eine schnelle und einfache Herstellung erlaubten. Die Entwicklung der Fotografie bereitete dieser Mode in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dann ein Ende.

Im Rahmen der digitalen Erfassung des gesamten Museumsbestandes wird derzeit auch diese Sammlung erschlossen. Für die umfangreichen biografischen Recherchen sollen Drittmittel eingeworben werden.

In der nachfolgenden Liste haben wir zahlreiche Namen der Personen erfasst von denen wir Silhouetten-Drucke haben. Einige Beispiele stellen wir Ihnen hier vor. Vielleicht finden Sie Ihre Vorfahren oder Namensvettern – oder Sie suchen nach einem originellen Geschenk?

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Personenverzeichnis:

A
Abendroth, Abraham Augustus Ahnesorge, Herr
Abendroth, Amandus Augustus Albrecht, Johanna Sophie Dorothea
Abendroth, Anna Marie Alers, Peter Heinrich
Abendroth, Auguste Paula von Alwörden jr., Alb. Dietrich
Abendroth, Concordia Catharina Anderson, Dr. Christian Daniel
Abendroth, Herr Procurator Anderson, Madmoiselle Hannchen
Adami (y) in Copenhagen, Fräulein Arbo, Etatsrat
Adami, Albert Heinrich Arrechaga, Span. Vicekonsul
Adler, J. N. Agent des Arts, Elisabeth Madeleine
Adriansen in Kiel, Schiffskapitän Averhoff, Johann Peter
von Ahlefeld, Herr von Axen, Otto
Ahlers, Christian Wilhelm
B
Bach, Carl Emanuel Böhl von Faber, Johann Nikolaus
Baettke, Johann Georg Böhl, Anton Gottlieb
Bagge, Herr Böhl, Cath. Dorothea
Bahlsen, Herr Böhl, Cecile Jerabe
Bahn aus Lüneburg, Herr Böhl, Joh. Friedrich
Balemann, Frau Böhl, Joh. Jac.
Baroness v. Keller, Böhmer, Herr
Bartels Bohn, Carl Ernst
Bartels, Beatha Maria Bohn, Caroline
Bartels, Frau J. E. Bokelmann, Georg Ludwig
Bartels, Johann Eustachius Bokelmann, Lisbeth
Bartels, Johann Heinrich Bone, Alexander
Bartels, Madame Bone, Henriette
Basedow, Johann Bernhard Bone, Jean
Basse geb. Schröder, Frau Bone, Jean Henry
Basse, Herr Bone, Jean Pierre
Bättger, Heinrich Ludwig Bone, Marie Henriette Manon
von Baudissin, Caroline Adelheid Cornelia Gräfin Bone, Susette
von Baudissin, Heinrich Friedrich Graf von Bönen, Herr Baron
Bauer aus Borit, Herr de Bons, Herr
Baumgarten, Herr Borgmann, Anna Rebecca
Baur-Bordeaux, Herr Borgmann, Johann Matthias
von Bechtolstein, Louise Baroness Börner aus Bernburg, Herr
Becker, Herr von Borstel, Heinrich Hermann
Beckmann, Frau Hauptmann Bothe, Herr
Beckmann, Jungfer Bourneuf, Herr
von Behr, Fräulein Boutin, Cath. Margarethe
Behrmann, Antoinette Cath. Boutin, Christina Margaretha
Behrmann, Die kleine Boutin, Georg
Behrmann, H. Boutin, Georg Jacob
Behrmann, Johann  Heinrich Christian Boutin, Joh. Jac.
Behrmann, Rudolf Gerhard Boutin, Nicolaus Daniel
Behrmann, Sophie Marianne Bovara, Herr
Berkemeier jr. Boyert, Herr
Berkemeier, Fräulein Boysen, Georg Friedrich
Berkemeier, Johann Hinrich Braasch, Frau
Berkemeier, Madmoiselle Braasch, Herr
Bern, Major Brander in Harburg, Frau Amtmann
Bernard geb. Lecke, Frau Brandes, Minna
Bernard geb. Lecke, Frau Bräsecke, Herr
Bernard, Herr Braune – Kopenhagen, Herr
von Bertough, Baron Breuls aus Eupen, Herr
Betti, Miss v. Brienen jr.,
Betts, Mister v. Briennen sen., Herr
Bidenweg, J. C. F. v. Brinken, Baron
Bidenweg, Peter Christoph Brockmann, Johann Franz Hieronymus
Biebel aus Pirna, Herr Brödermann, Joh. Hinrich
Bischof von Osnabrück Brödermann, Madmoiselle
Blanc, Louis Brömel, Sekretär
Blanchard, Luftschiffer Brückner mit dem Doppelkinn,
Blanckardt, Dr. Brückner, Madame
Blanckenhagen aus London, Frau Brugier, Frau
Blanckenhagen aus London, Herr Brüning, Johanna Christiana
Bluhme in Altona, Herr Buchwald, Louis
Blumenthal aus Lüneburg, Fräulein von Bühler, Herr
Blumenthal geb. Thieke, Frau v. Bülow, Baronin
Böckmann, Joh. Hinr. v. Bülow, Caroline
Böckmann, Johann Hinrich v. Bülow, Ch. Junker
Böckmann, M. v. Bülow, Charlotte
Böckmann, M. L. v. Bülow, Ernst Junker
Böckmann, Madmoiselle v. Bülow, Frau Kammerherrin
Boetefeur, Daniel v. Bülow, Friderike
Boetefeur, Frau v. Bülow, Kammerherr
Boetefeur, Herr Büsch, Johann Georg
Böhe, Carl Wilhelm Bulmering mit Zopf
Böhe, Ferdinand Burmester, Fräulein
Böhe, Joh. Friedrich Busmann, Frau
Böhe, Peter Busmann, Fräulein
C
Calvet, Madmoiselle de Chapeaurouge, Marie Elisabeth
Campe, Dorothea Maria de Chapeaurouge, Pauline Jeanette
Campe, Joachim Heinrich de Chapeaurouge, Susanne
Campe, Madmoiselle Chappuis, Herr
Camper mit großer Nase Chodowiecki, Daniel Nikolaus
Camper, J. Claessen, Herr
Camper, P. G. Cleve, Herr
Camper, Professor Petrus Cognabut de Monbret, Frau
Carstens mit Pfedeschwanz, Herr Coulet, Herr
Catharina II Cramer aus Kiel, Professor
Cazolet, Herr Cropp, Catharina Margarethe
de Chapeaurouge jr., Guillainne Cropp, Friedrich August
de Chapeaurouge, Jaques Cropp, Friedrich Ludwig Christian
Cruse aus Rotenburg, Fräulein
D
Dedeking, Bürgermeister von Helmstedt von Döhren, Mathias
Denecke in Stockholm, Frau von Döhren, Otto
Denecke, Herr Donat, Herr
von Dietrich, Baron Donnenberg, Franz Heinr. , Makler
Dimpfel, Hans Albrecht Doormann jr., Franz
Dimpfel, Margarethe Cecilie Doormann jr., Hermann
von Döhren jr., Otto Doormann, Anna F.
von Döhren mit großer Nase, Frau Doormann, David
von Döhren Senior, Otto Doormann, Katharina Margaretha
von Döhren, Andreas Doormann, Katharina Margaretha und David
von Döhren, Cath. Maria Doormann, Maria
von Döhren, Christian Dreyer, Albertine Fräulein
von Döhren, Clementia Charlotte Dreyer, Christian Herr
von Döhren, Elizabeth Clementia Dreyer, Dorothea Fräulein
von Döhren, Frau Pastor Dreyer, Frau
von Döhren, Georg Dreyer, Herr
von Döhren, Jacob Dreyer, Wilhelmine Fräulein
von Döhren, Johannes Dunker mit kleinen Zöpfen, Herr
von Döhren, Margaretha Dupin de Montpellier, Herr
von Döhren, Maria Charlotte Durigazzi, Dr.
von Döhren, Marie Elisabeth von Düring, Leutnant
Dyck, H. N.
E
Ebeling, Christoph Daniel Erichsen aus Kopenhagen, Peter
Eckerdt, Hofrat Eringhaus, J. C., Commissionar
Eckermann, Herr Ernst, Geheimrätin
Eggers die ältere, Frau v. Essen aus Kurland, Herr
Eggers die jüngere, Frau Evenius, Fräulein
Ehlers aus Kiel, Professor Evenius, Herr
von Ehrenreich, Hofrath Exter Jr., Hofrat Dr. med.
Eybe, Nicolaus Bernhard

Silhouettenbilder und Scherenschnitte F-O

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Silhouettenbilder und Scherenschnitte

Dem Museum für Hamburgische Geschichte wurde 1932 ein interessanter Bestand an Scherenschnitten aus Messingblech und Schwarz-Weiß-Drucken davon, geschenkt. Es handelt sich um circa 1.400 Objekte von meist namentlich bekannten Personen, von denen Jacob von Döhren im 18. Jahrhundert Silhouetten und Profilbilder hergestellt hat.

Der Schattenriss, die Profil-Silhouette, gilt als Ursprung der Porträtmalerei. Schon in der Antike verbreitet, erhielt er im 18. Jahrhundert neue Impulse durch die Ästhetik und Philosophie des Klassizismus, da nun das Profil eines Menschen, die reine Kontur des Kopfes, als dessen getreuestes Charakterbild angesehen wurde. Porträt-Silhouetten von Verwandten und Freunden sowie bekannten Persönlichkeiten wurden als Erinnerungsstücke, aber auch als preisgünstigerer Ersatz von Porträtgemäldegalerien gesammelt, verfertigt von professionellen Künstlern wie auch von Laien, da technische Hilfsmittel eine schnelle und einfache Herstellung erlaubten. Die Entwicklung der Fotografie bereitete dieser Mode in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dann ein Ende.

Im Rahmen der digitalen Erfassung des gesamten Museumsbestandes wird derzeit auch diese Sammlung erschlossen. Für die umfangreichen biografischen Recherchen sollen Drittmittel eingeworben werden.

In der nachfolgenden Liste haben wir zahlreiche Namen der Personen erfasst von denen wir Silhouetten-Drucke haben. Einige Beispiele stellen wir Ihnen hier vor. Vielleicht finden Sie Ihre Vorfahren oder Namensvettern – oder Sie suchen nach einem originellen Geschenk?

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banner_2Personenverzeichnis:

F
Faber, Daniel Flohr, Herr
Faber, Dr. Martin Jacob Flor aus Bordeaux, Herr
Faber, Hans Jacob Fölsch, Herr
Faber, Maria Agneta Francine aus Frankreich, Herr
Faber, Maria Catharina Franck, Herr
Fabricius in Kiel, Professor Frand, Herr
Farber, Fräulein Frantzius aus Danzig, Herr
Fauche, Herr Frederking geb. Walther, Frau
Fehr, Herr Frederking, Postkommissionär
Fehre aus Riga, Herr Freydiener, Herr
Feurer, Herr Freyer jr.,
Feurherdt, Herr Freyer, Joh. Giese
v. Festen, Frau Frick i. Fa. Frick & Bauer, Herr
v. Festen, Fräulein Friderici, Johann Christoph Pastor
Fischer aus Nantes, Frau Friedrich II,
Flemmig, Caroline Friese, Herr
Flemmig, Johann Friedrich Fuchs, Fräulein
Flindt, Leutnant Fulda, Johann Christoph
G
Gaedechens, A. G. Glashoff, Peter
Gaedechens, Catharina Gossler, Elisabeth
Gaedechens, Doris Gossler, Johann Hinrich
Gaedechens, Otto Grasmeyer, Georg Ludwig Wilhelm
Gähler aus Altona, Syndikus Grave, Marx Frau
Galeisch, F. Herr Greilich, Frau
Galeisch, L. Herr Greilich, Frau Lt.  Johann Christian
Gardener, Francis Greilich, Gottfried
Gebhard aus Frankfurt am Main, Herr Greve mit rotem Rahmen
de Geer, Baron Greve, Madmoiselle
de Geer, Fräulein Gries, Johanna Maria
de Geer, Gräfin Gries, Lisette
v. Gelting, Baronin Gries, Sophia Johanna Franziska
v. Gelting, Fräulein Groot aus Lübeck, Herr
Gericke aus Reval, Herr Grote jr., August Otto
Gerkens, Johann Jacob Bankier Grote, August Otto
Gerling, Christian Ludwig Grotjahn, Anna Maria
Gerling, Lucia Charlotte Adlofine Grotjahn, Christoph Abraham
Ghequiere, Herr Grundschöffel, Frau
Gibbs, Herr Grundschöffel, Herr
Gieseck, Paul Dietrich Guinaud in Lübeck, Herr
Giseke, Charlotte Wilhelmine von Güldeneron, Baron
Glashoff, Charles von Güldeneron, Baronin
Glashoff, Conrad von Güldeneron, Fräulein
Glashoff, Doroth. Christ. von Güldeneron, Fräulein
Glashoff, Jeanette Sarah Güntermann, Fräulein
Glashoff, Maria Christ. Caroline Gürgensen, Herr
H
Hacke aus Berlin, Herr Hinrichs (Senior), Herr
Haemke, Georg Hinrich Hinrichs geb. Schmidt, Madmoiselle
Haenke, Madmoiselle von Hinrichs jr., Michael Dietrich Hauptmann Baron
Hagedorn aus Kiel, Fräulein Hinrichs jr., Simon
Hagedorn aus Kiel, Herr Hinrichs Senior, Frau
Hagedorn geb. Kneese, Madmoiselle Hinrichs, Fräulein
Hagedorn, C. Hinsch, Herr
Hagedorn, Joh. Andreas von Hobe jr.,
Hammann, Herr von Hobe, Frau Kammerherr
Hancker, Garlieb von Hobe, Fräulein
Hancker, Herr von Hobe, Kammerherr
Hancker, Madmoiselle Hoek, Pastor Henrich
Hane, Frau Hoffmann, Benjamin Gottlob
Harder geb. Trummer, Frau Hoffmann, Elisabeth Dorothea
Harder, Joh. Daniel Holck geb. Larwig, Gräfin
Harduin, Herr Holcke, Graf
Harmsen aus Kurland, Herr von Holstein, Der Junge Graf
Hasche, Johann Georg Holstein, Graf
Hasse, Herr Holstein, Gräfin
Haupt, Herr Holthoysen, L. F.
Heintz, Herr Homeyer, Herr
Heise, Margarethe Maria Hönecke , Joh. Fr.
Hellmann, Frau Hoppe aus Malaga, Franz Hinrich
Helmcke geb. v. Holsten, Regina Hornborstel, Ernst Georg
Helmcke, Vincent, Assecuradeur Hovestadt, Pater
Henrici, Frau Professor Hudtwalcker, Anna Johanna
Herold geb. Kissner, Madmoiselle Hudtwalcker, Christian
Herold, Christian Hudtwalcker, Elisabeth
Herold, Joh. Gottl. Hudtwalcker, Frau Bankschreiber Jac. Hinr.
Herold, Joh. Heinrich Hudtwalcker, Johann Michael
Herren, Exjungfer Hudtwalcker, Johann Michael und Elisabeth  Moller
Hertzer, Herr Hudtwalcker, Maria Elisabeth
v. Heyden, Leutnant Fr. Hüffel, Anna Cath.
Hüffel, Ludwig Amandus
I – J
Iben, Herr Janssen, Herr
Jänisch jr., Dr. med. Gottfried Jacob Jerusalem, Vicepräsident Joh. Friedr. Wilhelm
Jänisch, Johann Georg v. Jonquìers jr., Herr
Janssen, Frau Joseph II,
Jungnickel, Herr
K
Kammrad, Fräulein Knorre jr., Otto Heinrich
Kaselaus, Herr Knorre sen, Otto Heinrich
Kästner, Professor Abraham Gotthelf Knorre, Fräulein
Kauffmann, Caspar Daniel Knorre, Gustava Ulrika Amalia
Keilholz, Christiana Knorre, Karl Friedrich
v. Keller, Frau Geheimrätin Baronin König, Jungfer
v. Keller, Geheimrat Baron Kordt der Firma Heinrich Kordt und Plat, Herr
Kemrich, Madmoiselle Köster, J. G.
Kentzler geb. Haselmann, Katharina Antonia Köster, J. G. Frau
Kentzler, Hinrich Peter Krahmer, Frau
Kiesewetter geb. Schade, Frau Krahmer, Herr
Kiesewetter, Oberalter Johann Nicolaus Krieger geb. Schmemann, Frau
Kirmes, Herr Krohn, Frau
Kiss, Altona, Sekretär Kruckenberg, Franz Friedrich
Kistner, Fräulein Kruckenberg, Margarethe Katharina
Klefeker, Hieronymus H. Krukenberg, Martin Nicolaus
Klink jr., Johann Konrad Kruse, Herr
Klopstock, Friedrich Gottlieb Küchen, Frau
Kluge, Fräulein Augusta Küchen, Herr
Kneese jr., Jean Küken, Herr
Kneese, H. J. Kunad, Dr. jur. W.
Knorre jr., Georg Kunhardt geb. Printzhausen, Frau
Kunhardt, Leutnant
L
Lambrecht, Herr Lichtenstein, Konrektor
Lampe, Kandidat Lienau jr.
Lamprecht, J. C. Herr Lineau, N. Daniel
Lauer, Sekretär Lohmann, Christian Hinrich Oberalter
Lausberg, Herr Lohmann, David
Leers, Anton Lohmann, Hieronymus
Legat, Oberpostsekretär Lohmann, Lisette
Lembke, Friedrich Lohmann, Ludwig
Lessing, Gotthold-Aphraim Lorenz Meyer, Friedrich Johann
Lessing, Eva Löwen, General Graf
Leve, Fräulein Lütckens, Friedrich
Lichtenstein, Dr. Lütckens, Friedrich Frau
Lichtenstein, Henriette Louise v. Luckner, Kammerherr
M
Maack, Frau Leutnant Mauer, Georg
Maack, J. B. H. Meillan aus Frankreich, Herr
Martens, Frau Melbeck, Herr
Martens, Fräulein Meyer geb. Printz, Frau
Mathiessen, Margaretha Meyer, Ratsherr
Matthiessen, Auguste Dorothea Meyn, Christian
Matthiessen, Catharina Magdalena Miesler, Marie
Matthiessen, Conradina Milow geb. Hudtwalcker, Pastorin
Matthiessen, Frau Moll, Joh. Peter
Matthiessen, Justizrat Konrad Mooyer geb. Fürstenau, Frau
Matthiessen, Otto Mowitz, Herr
Matzen, Fräulein Muhle, Bernhard Valentin
Mauer, Andreas Mumssen, Dr. Jacob
N – O
Nolte, Anna Catharina Oeder, Stiftsamtmann
Nolte, Johann Heinrich v. Offenburg aus Kurland, Herr
Nölting, Professor von Oldenburg, Herzog
Nönchen jr., Herr von Oldenburg, Herzogin
Oblé, Frau Olivier, Herr
Oeder geb. Mathiessen, Frau Overbeck aus Lübeck, Herr

 

Innerer Tempel des Modells des Salomonischen Tempels von 1680/90

Objektbeschreibung Innerer Tempel

Der Innere Tempel an der Westseite der Tempelanlage hat die Form einer Basilika mit
zwei Hauptgeschossen und turmartiger dreigeschossiger Ostfassade mit Giebeldach.

I. Innerer Tempel des Modells des Salomonischen Tempels von 1680/90

I. Innerer Tempel des Modells des Salomonischen Tempels von 1680/90

Durch ein Rundbogenportal auf der Ostseite gelangt man in das Innere des Tempels. Das Portal und die Fenster werden durch kannelierte Pilaster mit korinthischen Kapitellen flankiert. Gepresste Ornamente aus Birkenrinde schmücken die gesamte Fassade. Den oberen Abschluss bildet ein Dreiecksgiebel, der im unteren Bereich durch Evangelistensymbole aus gepresster Birkenrinde verziert ist. Im unteren Geschoss des hinteren Baus werden die Fenster ebenfalls von kanne-lierten Pilastern umgeben. Im oberen Geschoss der Längsfassaden sind die korinthischen Pilaster ähnlich Strebebögen ausgeführt. Auch hier werden die Fassaden von Ornamenten und Evangelisten-symbolen aus Birkenpressrinde geschmückt. Der Dreiecksgiebel und das Flachdach sind mit Vasen versehen, in denen ursprünglich kleine Sträußchen aus Metalldraht steckten, von denen heute nur noch eines erhalten ist.

II. Innerer Tempel

II. Innerer Tempel

Das Tempelgebäude setzt sich aus 20 Bauteilen zusammen. Die verschiedenen Geschosse sind durch Dübel miteinander verbunden. Zwischenwände, durch die einzelne Räume im Inneren gebildet werden, werden durch Nut und Feder zusammengehalten.

Zustand äußerer Korpus

Die Oberfläche im Innenraum des Inneren Tempels weist im Gegensatz zur restlichen Tempelanlage Fragmente einer polychromen Fassung auf. Quellen zufolge wurde 1964/1965 eine Farbfas- sung von der Außenfassade des Tempelgebäudes entfernt.Wenige verbliebene Fassungsreste in Vertiefungen oder Ecken haben eine rosa Färbung. Hierbei könnte es sich eventuell um die Grundierung einer ehemaligen Polimentvergoldung handeln. Durch naturwissenschaftliche Untersuchungen könnte diese Schicht genauer untersucht werden, um Rückschlüsse auf die Oberflächenveredelung des Inneren Temples ziehen zu können.

III. Innerer Tempel

III. Innerer Tempel

IV.  Innerer Tempel

IV. Innerer Tempel

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch das Entfernen der Farbfassung haben sich die Holzfasern aufgestellt, die Oberfläche ist rau und uneben. Nach der Überarbeitungsmaßnahme wurde das Tempelgebäude vermutlich dunkelbraun gebeizt.
Der Tempel hebt sich optisch deutlich von der Tempelanlage ab. Das dunkelbraun bis schwarz gefärbte Eichenholz des Tempels wirkt durch seine Oberflächenrauigkeit grau und verstaubt. Auch Chemikalien und Lösemittelreste, die bei der Abnahme der Farbfassung nicht gründlich abgereinigt wurden, können zu einer Vergrauung der Oberfläche geführt haben.
Im Zuge der Überarbeitungsmaßnahme wurden alle fehlenden Kapitelle und bis auf ein Original alle Vasen ergänzt. Die ergänzten Kapitelle und Vasen bestehen aus eingefärbtem Kunstharz.

Restaurierungskonzept für die Außenflächen des Inneren Tempels

Vorbemerkungen

Schadstoffanalysen, die ab November 2014 im Hamburg Museum durchgeführt wurden, ergaben auch für den Korpus des Inneren Tempels deutlich hohe, beziehungsweise gesundheitlich bedenkliche Schadstoffkonzentrationen. Die erhöhten Schadstoffwerte werden jedoch nicht nur auf eine Kontamination mit Bioziden zurückgeführt. Da der Innere Tempel in der Vergangenheit unter Einsatz von Lösemitteln und Chemikalien überarbeitet wurde, resultieren die hohen Belastungswerte vermutlich auch aus Resten der auf der Oberfläche verbliebenen Chemikalien, die noch nicht ausreagiert haben und ausdünsten.

Während des Konservierungsprojektes zur Sonderausstellung „Der Salomonische Tempel – Konservierung – Restaurierung – Neuentdeckungen“, die vom 21.10.2015 – 28.02.2016 im Hamburg Museum stattfand, wurde der Innere Tempel unter Schutzatmosphäre mit destilliertem Wasser gereinigt und gelöste Applikationen neu verleimt.
Im Vergleich zu dem Ergebnis, das mit der Feuchtreinigung an der gesamten Tempelanlage erzielt werden konnte, hat sich das äußere Erscheinungsbild des Inneren Tempels nach der Reinigung kaum verändert. Durch die stark angeraute Oberfläche erscheint der gesamte Innere Tempel vergraut und verstaubt. Das Erscheinungsbild steht damit in Kontrast zu der gesamten Tempelanlage, die sich nach der Konservierung im Jahre 2015 in einer angemessen homogenen und gereinigten Form präsentiert.
Der Innere Tempel erfährt durch diesen Umstand nicht seine angemessene Würdigung als Herzstück der Tempelanlage.

Da es keine eindeutigen Hinweise auf das originale Erscheinungsbild des Inneren Tempels gibt, besteht das Ziel der Restaurierung darin, den aktuellen Erhaltungszustand zu konservieren und dem Holz des Inneren Tempels wieder genügend Tiefenlicht verliehen, um ihm ein homogenes, beruhigtes Erscheinungsbild zu verleihen.

Gesamtkalkulation: Summe der Restaurierungskosten: 3.000 €

 

Porträt von Alfred und Toni Beitz (Inv.-Nr. 1928,288)

Alfred & Toni Beitz

Alfred & Toni Beitz

Abbildung: Die Daguerreotypie wurde dem Museum 1928 geschenkt. Dargestellt sind Alfred Beitz, geb./ 1852 im Alter von 5-6 Jahren und Toni Beitz, geb. / 1854 im Alter von 4-5 Jahren. Beide Kinder blicken den Fotografen frontal an. Der links abgebildete Junge trägt ein kurzärmeliges dunkles Kleid, der Junge auf der rechten Bildseite ein Karokleid. Beide Kleider haben Spitzenbesatz. Im Hintergrund ist ein aufwändig gedrechselter Stuhl erkennbar.
Metallrahmen: Metall ist broncefarben patiniert, die Hohlkehle mit dunkelrotem Samt belegt, außen eine halbrunde Lorbeerblatt-Ornamentleiste, rückseitig ein Aufsteller aus Metall.
Hersteller/Datierung:  Der Fotograf ist unbekannt, nach den Lebensdaten der Kinder ist die Aufnahme um 1850 entstanden.
Zustand: Das Glas ist stark zerkratzt und verschmutzt, Tröpfchenbildung des Glases kann zur Zerstörung der Bildschicht führen. Bildoberfläche  verschmutzt, Korrosions-produkte, Samt stark berieben, Metallrahmen dunkel angelaufen. Dringender Konservierungsbedarf.
Kalkulation: € 450,00

Modell eines Schiffes um 1820 aus Glas (Inv.-Nr.: 1932,203)

Das Schiffsmodell:
Bei dem Objekt handelt es sich um ein Segelschiffsmodell Gesamtansicht mit Vitrine_medium(Fregatte), hergestellt ver- mutlich um 1820. Es gibt Hinweise auf eine italienische (Venedig) oder französische (Nevers) Herkunft. Es gelangte 1932 als Schenkung von „Fräulein Schultz“ in den Bestand des Hamburg Museums.

Das Modell ist detailreich gestaltet und sowohl der Rumpf als auch die Takelage bestehen zum Großteil aus Gesamtansicht ohne Vitrine_mediumäußerst filigranen, in sich verdrehten Glasschnüren, welche mittels Glutinleim verbunden und mit einer Leimfarbe bemalt sind. Ergänzend sind Segel aus einseitig vermes-singtem Kupferblech und Fahnen aus Seide appliziert. Die Fahnen sind mit einem Hamburger Wappen bemalt. Auf Deck befinden sich außerdem kleine „vor der Lampe gefertigte“ Glasfiguren.
Das Schiffsmodell steht auf einem mit Watte gepolsterten Holzbrett auf und wird von einer im frühen 20. Jahrhundert hinzugefügten Vitrine umschlossen.

Zustand:
Das Schiffsmodell, sowie das Wattepolster, sind stark verschmutzt und von Schimmel befallen. Zahlreiche Glasschnüre sind durch mechanische Belastungen (ab-)gebrochen und liegen lose auf der Watteunterlage. Vereinzelte Partien der Farbschichten weisen bereits Verluste oder Abblätterungen auf. Die dünnen Blechsegel sind teilweise verknickt und auf der Messingseite korrodiert. Die seidenen Fahnen sind stark versprödet, vergilbt, zum Teil bereits eingerissen und vor Allem im Bereich der Bemalung deformiert.
Eine Glasscheibe der Vitrine ist gesprungen und zwei Fehlstellen in dieser wurden in der
Vergangenheit notdürftig mit einem Feldpostbrief aus dem Ersten Weltkrieg gesichert.

gedrehte Glasschnüre_medium         Seidenfahne mit Hamburgwappen_medium       Figuren auf Deck_medium

Restaurierungskonzept:
Das Objekt wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit der Fachhochschule Erfurt (Fach-richtung Konservierung und Restaurierung) untersucht und es wurde ein umfangreiches Restaurierungskonzept erstellt, dessen praktische Ausführung durch eine Objektpaten-schaft ermöglicht werden könnte.
Die Restaurierung soll das Objekt in einen ausstellungswürdigen Zustand versetzen und in
erster Linie dessen Erhaltung für nachfolgende Generationen garantieren.

Die notwendigen restauratorischen Maßnahmen umfassen unter Anderem:
• Reinigung des Schiffsmodells u. der Watteunterlage (Minimierung des Schimmelbefalls)
• Zuordnung und Klebung gebrochener Glasschnüre
• Ergänzung fehlender Glasschnüre
• Festigung loser Malschichten
• Glättung und Doublierung der Seidenfahnen
• Klebung und Ergänzung der Vitrinenwand

Kalkulation: Geschätzte Kosten für den Arbeitsaufwand:  € 6000.

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.

Bibel (Inv.-Nr.: 1909-495)

Abbildung: Biblia Das ist/ Die gantze H. Schrifft Alten und Neuen Testaments/ Teutsch/ 1909-495 VZ 1.SeiteDoct. Martin Luthers : Nach der aufrichtigen ältesten Wittenbergischen und von dem theuren Mann selbst revidirten Edition/ Mit dem Anhang des 3 und 4 Buchs Esra/ Wie auch des 3 Buchs der Maccabeer/ Sampt Vorher-gehender Vermahnung aus Gottes Wort/ die Bibel fleissig zu lesen/ Und einer Vorrede Hr. Johann. Wincklers/ Pastoris an der neuen Michaelis-Kirch in Hamburg/ Von Neuen Mit allem Fleiß übersehen/ alle bißdaher in anderen Exemplarien eingeschlichene und in der Correctur übergangene Druckfehler und tadelhaftige Schreib-Arten ausgemunstert/ mit … herrlichen Figuren gezieret/ und … mit neuen Marginalien und … Anmerckungen vermehret.

Hersteller/Datierung: Druckdatum: 1695; Handschriftliche Widmung von 1706. Drucker: Hoffmann, Sigismund.

Zustand: Einband: Deutliche Oberflächenverschmutzung. Deckel mit Fraßspuren holzzerstörender Schädlinge. Deckelflächen berieben, im Einbandleder einige Kratzer. Insbes. im Falzbereich und am Übergang zum Rücken ist das Leder degradiert. Am 1909-495 VZ 2.SeiteHinterdeckel löst sich das Einbandleder vom Holzdeckel und ist stark verwellt. Im oberen und unteren Bereich ist der Einband großflächig mit einer transparenten, selbstklebenden Folie beklebt. Der hintere Holzdeckel weist im oberen Bereich eine große Fehlstelle (ca. 1/3 der gesamten Substanz auf). Im oberen und 1909-495 VZ 1.SeiteDetunteren Falzbereich des Vorderdeckels befinden sich kleine Fehlstellen im Holz. Die originale Substanz im Deckel ist insgesamt stabil. Der Rückenfalz ( Leder) ist am Kapital beidseitig eingerissen (ca. 3-5 cm). Die Schließen fehlen. Das Leder ist an ihrer ursprünglichen Position auf dem Hinterdeckel eingerissen. Die 1909-495 VZ Ges1.SeiteBeschläge in den Ecken sind unvollständig vorhanden (der rechte untere Beschlag des Vordeckels sowie die beiden oberen des Hinterdeckels fehlen). Der Einband hat sich vom Buchrücken gelöst. Die Funktion des Einbandes, den Buchblock zu schützen, ist nicht mehr gewährleistet. Duch die Schäden droht weiterer 1909-495 VZ ReimarusDetSubstanzverlust im Zuge der Benutzung des Buches. Buchblock: Die Seiten sowie die Buchschnitte sind deutlich verschmutzt. Etwa die Hälfte aller Seiten sind an den Ecken umgeknickt und / oder am Schnitt stark abgebaut (weiche Papiersubstanz), umgeknickt oder partiell eingerissen. Die ersten etwa 10, sowie die letzten etwa 20 1909-495 VZBindungSeiten sind stark degradiert und weisen z.T. massiven Substanz- und Informationsverlust auf. Einige Informationen sind durch zahlreiche Knicke und Falten in den Seiten derzeit nicht lesbar. Im Falzbereich einiger Lagen sind Spuren von mikrobiellem Befall zu erkennen. Die ersten und letzten Seiten weisen am oberen 1909-495 VZ ReimarusRand Schwemmränder auf. Die Heftung ist defekt, die Lagen sind im Falzbereich vielfach eingerissen, so dass der Heftfaden keinen Halt mehr hat. Durch die beriebenen Schäden ist die Substanz des Buchblocka und die ihm enthaltene Information stark gefährdet. Es droht weiterer Substanzverlust im Zuge der Handhabung / Lagerung / Ausstellung.

Hintergrundinformation: Die Bibel wurde 1665 in Ratzburg von Sigismund Hoffmann gedruckt. Neben dem direkten Bezug zu Luther beinhaltet sie eine Vorrede von Johann Winckler. Johann Winckler (* 13. Juli 1642 in Golzern bei Grimma; † 5. April 1705 in Hamburg) war ein lutherischer Theologe und seit 1684 Hauptpastor der Hamburger St.-Michaelis-Kirche. Er war einer der Protagonisten in den Hamburger pietistischen Streitigkeiten Ende des 17. Jahrhunderts. Unter seinem Einfluss kam es zu einer Reihe pietistisch geprägter Neuerungen, darunter eine Liturgiereform, die Einführung eines neuen Gesangbuches und die Einrichtung einer Armenschule. Daneben engagierte er sich für ein Verbot von Opernaufführungen, hielt weiterhin Hauskonvente ab und finanzierte aus eigener Tasche den Druck lutherischer Bibelausgaben. Winckler stand im Ruf eines herausragenden Redners. Bei seinen Predigten waren bis zu 4000 Zuhörer anwesend, die teilweise aus anderen Kirchspielen kamen, um ihn zu hören.
Bemerkenswert ist die handschriftliche Widmung aus dem Jahr 1706, die besagt:

Gott zu Ehren,
der Jugend zu hochnöhtiger Erbauung,
auf Befehl ist Ihrer HochEhren:
s. fit:
Herrn Samuelis Reimari,
dero regierenden hochfürstl. Durchl: zu Schleswig
hochbetraueten Ober Consistorial-Raths und
prapositi zu Tundern
Diese Bibel
für die Oster-Schule des Dörffes
Övenum
von mir angeschafft,
von den Einwohnern besagten Dörffes
aus Liebe zur Gottseeligkeit
willig bezahlt,
und habe selbige der Schulen zum fleißigen
Gebrauche übergeben
Den 11ten Octob: anno 1706.
Bartholdus Lyra
Pastor zu S. Johannis.

Joh: 5 p 39. Suchet in der Schrift, denn, ihr meinet, ihr habet das ewige Leben darinnen; und sie ist’s, die von mir zeuget.
Joh: 17 p 17. Heilige sie, Heiliger Vater, in deiner Wahrheit,
dein Wort ist Wahrheit.

Mit dem angeführten Samuel Reimar ist mit Sicherheit nicht der Hamburger Samuel Reimarus (* 22. Dezember 1694 in Hamburg; † 1. März 1768 Hamburg) gemeint, der hier Gymnasialprofessor für orientalische Sprachen war und ein Wegbereiter der Bibelkritik in der Frühzeit der Aufklärung. Es muss sich dagegen um einen gleichnamigen hochrangigen Verwaltungsbeamten einer Behörde, einem Oberkonsistorialrat aus Schleswig, handeln, der Barthold Lyra, dem Pastor einer Johanniskirche, den Befehl gegeben hatte, eine Bibel für die Osterschule in Oevenum auf Föhr anzuschaffen. Dort entstand ein neues Schulhaus, das 1707 fertiggestellt wurde. Von Barthold Lyra stammt die Widmung, der sie mit einigen Bibelversen abschließt, die sich auf den Gebrauch der Bibel beziehen.

Kalkulation: Zusammentragen der Lagen, Hinzufügen neuer Vorsätze, Neuheftung; Ableimen und Hinterkleben des Buchblocks; Restaurieren des Einbandes; Verbinden von Buchblock und Einband; Anfertigung einer Kasette für die Lagerung; Optional: Ergänzen der Schließen: € 5.000,-

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.

Stammbuch von Johann Hinrich Röding (1772-1827), (Inv.-Nr.: 1979,717)

Allgemeine Angaben: Leder mit vergoldeten Ornamenten; 114 Seiten unpag.; Marmorpapier. 59 Einträge zwischen 1772-1800, darunter einige Aquarelle und Gouachen. B 1979,717_S.147

Halterin/Halter: Johann Hinrich Röding (1772-1827), Lehrer in Hamburg.

Einträger: u.a. der Theologe Nikolaus Hermann Halske (1777-1848), der Pastor zu St. Jacobi D. Christian Ludwig Gerling (1745-1801), der spätere Arzt Georg Rudolf Fölsch (1756-1807), der Bleidecker und Eisengießer David Christopher Mettlerkamp (1774-1850), der Kalligraph und Briefmaler Wilhelm Nikolaus Böckel, die Dichterin Anna Luise Karsch (1722-1791), die Maler Ludwig Eckhardt (1770-1794) und Gerdt Hardorff d.Ä. (1769-1864), Catharina Maria Nissen (1756-1812), später Ehefrau des Schriftstellers Christian Ludwig Willebrand, Magdalene Juliane Friderica Seltzer (1766-1801).
Zustand: Die Oberfläche ist leicht verschmutzt. Es befinden sich eingelegte, säurehaltige Materialien im Buchblock, die mechanische Schäden durch Spannungen im Material führen.

Kalkulation: € 100,00.

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von einem anonymen Spender übernommen.

Stammbuch von Charlotte Dorethea Juliane Grosse (Inv.-Nr.: 2007,31)

Allgemeine Angaben: Pappe, marmoriert mit Schmuckband besetzt und Pappumschlag; marmorierter Vorsatz; 216 Seiten. Einträge in den Jahren 1822 bis 1830. Einige B 2007,31_S.63eingeklebte kolorierte Lithographien und Aquarelle.

Halterin/Halter: Charlotte Dorethea (sic) Juliane Grosse.
Einträger: 26 Einträge aus Berlin.
Zustand: Die Oberfläche ist leicht verschmutzt. Die Stabilität des Einbandes ist durch Risse beeinträchtigt. Die Ecken und Kanten des Schutzumschlags sind bestoßen und aufgefächert. Wenige Seiten sind eingerissen und / oder umgeknickt.

Kalkulation: € 170,00.

Die Patenschaft für dieses Objekt wurde von Doris de Boor übernommen.

Stammbuch von Benedicte Schinkel (Inv.-Nr.: 2003,588)

Allgemeine Angaben: Pappe mit Goldprägung; 80 Seiten. Einträge in den Jahren 1877-79.B 2003,588_Vorderseite
Halterin/Halter: Benedicte Schinkel.
Einträger: 36 Personen aus Flensburg, darunter Dr. Wallichs, Ellin Gottburgsen, Anna Birchenstaedt, Agnes von
Zeska, Adelheid Maschmeyer.
Zustand: Die Oberfläche ist leicht verschmutzt. Die Ecken sind bestoßen und aufgefächert, das obere Kapital weist eine Fehlstelle auf. Ein selbstklebendes Etikett haftet auf dem hinteren Deckel (innen).

Kalkulation: € 140,00.